

14. November 2011 192 S., Paperback
Es geht hier in dem Buch nicht um Zwangsprostitution, also um jene Frauen die Opfer des Menschenhandels sind, sondern um eine junge Frau die ihren eigenen Körper freiwillig verkauft, verkauft wegen des Geldes. Kein Zuhälter steht im Hintergrund, sondern es ist ihre eigene, freiwillige Entscheidung, eine Prostituierte zu werden
Ein Einstieg in ein Milieu, der ihr leicht fällt und ihr leicht gemacht wird, aber eine Entscheidung die ihr Leben grundlegend verändert. Sie wird zu Lena, einer Frau die bereit ist nur des Geldes willens mit anderen Männern Geschlechtsverkehr zu haben, eine schnelle Nummer nach der anderen, Tag für Tag, Woche für Woche.
Prostitution, es gibt Frauen die freiwillig diesen ältesten Beruf der Welt wählen, für viele, auch für mich unverständlich wie man als Frau sich verkaufen kann. Ohne Liebe und Gefühle Sex, für Lena der normale Alltag. Als Lohn Geld, viel Geld, schnell verdient und auch genauso schnell ausgegeben.
Rücklagen, Sparen, Pension, Krankenversicherung- warum an morgen denken, wenn es plötzlich möglich ist sich all den Luxus zu gönnen? Das erste Cabrio ist schnell verdient, Lena hat Klasse, ein gutes „Fahrgestell“, kommt bei den Freiern gut an, hat bald Stammgäste. Männer die bereit sind auch mal für ein Wochenende mit ihr so viel zu bezahlen wie andere im Monat verdienen. Nichts ist wichtig, egal wie sie aussehen, gepflegt oder nicht, wichtig ist nur ihr Geldbeutel für Mandy.
Lena lebt nun in einer Welt die eigene Regeln hat, Neid und Missgunst sind an der Tagesordnung, es wird gekämpft um jeden Kunden, nur Sex bringt Geld, jeder Kunde der zu einer anderen „Dame“ aufs Zimmer geht ist verlorenes Geld. Miete, Auto alles muss bezahlt werden, aber auch im Puff gibt es schlechte Zeiten, keine Freier kein Geld, auch das Finanzamt will bezahlt werden. Umzug in eine große Wohnung, Autoreparatur, Kleidung, das Geld zerrinnt ihr zwischen den Fingern. Sie sieht in den Freiern nur noch das Geld und ob krank oder nicht, sie muss arbeiten, Geld verdienen. Sie bekommt eine Essstörung, aber egal, sie muss bereit sein, rund um die Uhr für ihren Kunden.
Männer von nebenan, Geschäftsleute, Männer bei denen sie denkt sie könnten ihr Großvater sein, Familienväter auf der Suche nach dem Kick, einsame Männer, ihre Kunden decken alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen ab. Etwas Abwechslung wollen sie und möchten trotzdem nicht mit einer Affäre ihr „normales Leben“ aufs Spiel setzen. Sie wollen nur Sex ohne dass eine Gegenleistung vorher erfolgte, oder hinterher erwartet wird. Diese Männer wollen Sex weil sie ihn dort ohne Verantwortung bekommen, bei einem One-Night-Stand besteht die "Gefahr", dass die Frau sich doch mehr erhofft und bei Sex in einem Bordell ist von Anfang an klar wie die Seiten liegen. Hier hat nichts mit Liebe zu tun, sie wollen nur eine Dienstleistung für die bezahlt wird. Die schönste Nebensache der Welt".... ja aber nicht mit einer Prostituierten, denn die interessiert nur die Kohle, auch bei Lena ist es nicht anders bis Christian ihr Kunde wird.
Das Buch ist eine Warnung, eine Warnung an junge Frauen dem Ruf des schnellen Geldes und auch den Versprechungen so mancher „Freunde“ zu erliegen. Lena beichtet, schonungslos und offen legt sie ihr Leben als Prostituierte auf den Tisch. Ein Buch das keine falschen Versprechungen weckt, im Gegenteil, es zeigt auf wie leicht Sex mit Geld zu bekommen ist, wie Gefühle und das eigene Ich zu Gunsten von Geld weggesperrt werden kann. So leicht ihr der Einstieg gemacht wird, umso schwerer der Ausstieg. Ihr Körper ist am Ende, ihre Seele schreit um Hilfe, aber die Verlockungen sind übermächtig so scheint es, wie wieder im Berufsleben Fuß fassen, wie Geld verdienen, wie die Rechnungen bezahlen, wie den hohen Lebensstandard aufrecht erhalten- es scheint nur einen Möglichkeit mehr für sie zu geben, sich zu prostituieren, egal wo und mit wem.
Wer hier ein Erotikbuch erwartet, muss sich leider in einer anderen Sparte umsehen. Das Thema selbst ist Programm, es geht hart zur Sache, das heißt sie nimmt in ihren Schilderungen kein Blatt für den Mund, erzählt aber nicht voyeuristisch sondern einfach so wie es war. Lena erzählt vom Alltag im Puff, von den Feindschaften und auch falschen Freunden, von Mädchen die verprügelt werden, die Angst haben, von Doppelleben und Fantasiewelten. Aber auch von den Vorurteilen denen sie begegnet, als sie mit Hilfe ihres Freundes den Ausstieg schafft, davon wie wenig die Menschen bereit sind jemanden eine zweite Chance zu geben.
Mandy Winters, alias Lena erzählt aber auch die Geschichte einer jungen Frau die auf der Suche ist, nach Anerkennung, sie glaubt die Bestätigung in den Augen der Freier zu finden, aber sie ist nur etwas für das bezahlt wird, das dazu dient zu befriedigen. Nicht um Verständnis für sich selbst und für Männer die für schnellen Sex bezahlen bittet sie, sondern darum Menschen die Möglichkeit zu geben einen Fehler einzusehen, ihnen eine Chance zu geben und auch Vorurteile nicht vor Herz und Verstand treten zu lassen. Vor allem wie Mandy Winters von ihrem Kampf der Sucht nach Geld und nach dem Milieu zu entkommen macht das Buch glaubhaft. Kein Auto , kein eigenes Geld, Hilfe findet sie bei Dorothee, ihrer Therapeutin und Christian, ihrem Freund, der sie als Kunde kennenlernte aber nun der Mann an ihrer Seite ist, der in ihr nur die Frau sieht und nicht die Hure. Jemand der ihr das gibt was sie suchte, Liebe und Anerkennung, so wie sie ist.
Ein offenes Buch, ein mutiges Buch, obwohl Mandy Winters ein Pseudonym ist, auf Grund der geschilderten Erlebnisse mit Ämtern, Mitmenschen in der Zeit nach ihrem Ausstieg durchaus verständlich. Betroffen macht das Nachwort, die Ehrlichkeit mit der hier geschrieben wird, wenn Mandy versucht eine Erklärung zu finden warum und wieso sie diesen Weg gewählt hat, eine Entscheidung getroffen hat sie sie heute bereut. Man dem Verlag nur gratulieren so ein Buch zu veröffentlichen. Eine Lebensbeichte ist kein literarisches Feuerwerk, sondern eine Geschichte die das Leben schreibt, das Leben kennt keine Stilregeln, keine Vorgaben wie gut ein Buch verkauft werden kann. Wer sich mit den Hintergründen, warum und wieso eine Frau bereit ist sich zu verkaufen, wie schnell die Suche nach Liebe und Anerkennung in der eigenen freiwilligen Zertörungen enden kann , auseinandersetzen will der sollte hier zugreifen.
Pretty Women ist nur ein Film, das Buch ist die Realität.
Die Autorin
Mandy Winters wurde 1977 im Bergischen Land geboren. Als gelernte Krankenschwester bekam sie schon viele Einblicke in menschliche Schicksale. Mandy Winters erlebte dabei selbst viel Leid in ihrem Leben. Daher entschloss sie sich nach ihrem Beruf Krankenschwester als Spirituelle Lebensberaterin zu arbeiten, um anderen Menschen zu helfen. Nach vielen Enttäuschungen und Schicksalsschlägen suchte Mandy Winters vier Wochen nach ihrem 30. Geburtstag Liebe, Annerkennung und Ansehen im Rotlichtmilieu. Heute lebt sie zurückgezogen mit ihrer großen Liebe in der Nähe von Hagen. (freundlicher Genehmigung Acabus Verlag)
Buch bei erhältich:


sowie im gutem Buchhandel oder beim Verlag ACABUS
Aktualisiert (Donnerstag, den 08. März 2012 um 10:14 Uhr)

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
- Verlag:hansanord Verlag; Auflage: 1. (22. November 2011)
Die Lebensgeschichte zweier Frauen, eine im Jahr 2011, eine im Jahr 1970, eine moderne, erfolgreiche Frau und ein Hippiemädchen.Sie haben nichts gemeinsam, nur beide verschlägt es auf eine Insel. Eva in der Zeit von Flower Power, Love and Peace, auf der Suche nach dem Platz um auszusteigen zu können. Wohngemeinschaften, bunt zusammengewürftel, irgendwie wird man durch das Leben kommen, mit ihr Alex ihr Freund, ebenso ein Blumenkind wie sie. Während Eva aber durchaus erkennt das auch hier Arbeit gefragt ist um zu überleben, taucht Alex ein in eine Welt mit Love and Gras. Jahrzehnte später betritt eine junge Deutsche das erste Mal den Boden der Insel, parallel erzählt die Geschichte, bis sie sich ineinander vereinen. Eine gemeinsame Verbindung haben sie - Formentera, 82 km² groß, heute nicht mal 10 000 Einwohner, eine Nachbarinsel von Ibiza. Während dort die Partystimmung mit der Reise gleich mitgebucht wird, ist die kleine Schwester ein stilles, verträumtes Inselchen. In der Zeit von Love and Peace, war sie ein Treffpunkt für Hippies, Bob Dylan, Pink Floyd, King Crimson, genossen die warme Sonne des Südens. Dylan soll angeblich sogar mal ein halbes Jahr auf der Hochebene von „La Mola“ gewohnt haben. „La Mola“ der Ort wo Eva die schönste Zeit ihres Lebens verbringen wird, aber auch Momente voller Trauer werden Teil ihrer Erinnerung werden. Iris ist ein moderne, junge Frau, ihre "Affäre" ist Chefredakteur in der gleichen,angesagten Zeitung. Stars und Sternchen, Gucci und Co gehören zu ihrem Alltag, bis sie eines Tages erkennt das ihre heile Welt nur eine Seifenblase war. Job weg, Freund weg, keine Ahnung was die Zukunft bringen soll, also ab in den Flieger, so der Rat ihres besten Freundes. Doch statt Ibiza landet sie auf Formentera und sie lernt dort die Liebe und das Leben kennen. Neue Freunde, neue Liebe, Sonne, Meer und Strand, Hierbas und Paella, klingt nach einen wunderbaren kitschigen Sommeroman, wo man nach ein paar Seiten das Ende schon kennt.... Irrtum, großer Irrtum, sehr großer Irrtum. Als erstes sollte man sich nicht vom Cover, das auf dem ersten Blick etwas befremdlich wirkt, Nonne und Meer, keine Kombination auf die man öfters trifft irritieren lassen. Auch das die Geschichte mit der Beichte einer Nonne beginnt ist eine kleine Finte, Pilcherklischee kommt hier keines auf. Die Geschichte geht ihren Weg, bringt für den Leser mehr als die eine oder andere Überraschung, neue Wendungen, nicht vorhersehbar, abwechslungsreich ist der Erzählstil von J.S. Hübel.
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- Gebundene Ausgabe: 157 Seiten
- Verlag: Pustet, Salzburg (Februar 2012)
Was ist Glück? Das Wort selber stammt aus dem Mittelniederdeutschen "gelucke" und dem Mittelhochdeutsch "gelücke"ab. In diesen Worten lässt sich die Bedeutung erkennen, es steht für etwas das gut ausgeht, etwas das gut endet. Ob und wie man sein eigenes Glück beeinflussen kann zeigt sich am besten im Sprichwort „Ein Jeder ist seines Glückes Schmiedes“.
Für den einen bedeutet Glück sechs Richtige im Lotto, der andere ist glücklich wenn im Job alles gut geht, der andere wenn er das Lachen seiner Kinder hört, einige sind glücklich wenn sie ein tolles Auto in der Garage polieren dürfen, es ist für manche materiell, für viele aber etwas das man nicht kaufen kann. Ob und wie man glücklich ist entscheidet ein jeder selbst, mit seiner inneren Einstellung. Oft sind es die Kleinigkeiten, die uns im Nachhinein betrachtet, erst so richtig glücklich machten, oft übersehen wir das was wir für Glück halten nur Zufall ist, das was uns aber wirklich glücklich macht nicht abhängig ist ob wir ein vierblättriges Kleeblatt finden, dem Schornsteinfeger die Hand geben oder ein Hufeisen finden. Glücksymbole haben in allen Kulturen ihren Platz, bei uns das Hufeisen das nach oben zeigen muss um das Glück im Haus zu halten oder der Elefant mit dem nach oben gebogenen Rüssel, seit jeher wurde versucht das Glück zu beeinflussen.
Bereits in der Antike gab es Thesen ob Glück ist mit Reichtum, gesunden Söhnen, Einfluss und Vermögen gesegnet zu sein, oder wie Sokrates es vertrat, es nur abhängig ist von der Lebensführung und auch von der Lebenseinstellung. Es gibt den Unterschied zwischen „eutychia“ und „eudaimonia“, zwischen „fortuna“ und „beatitudo“ ,zwischen „la bonne chance“ und „le bonheur“, von „lucky“ und „happy“, von „Glück haben“ und „glücklich sein“. Aber heutzutage in unserer schnelllebigen Zeit ist es nur von Bedeutung das Endorphine, Oxytocin sowie die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin freigesetzt werden und das unser Flow das Glück bringt aber wir übersehen was das wirklich Wichtige ist- das Lebensglück.
Andreas Kumpf, Dr. phil hat sich auf die Suche nach dem Lebensglück gemacht, wer könnte besser vom Glück erzählen als jene Menschen die bereits auf ein erfülltes und in ihren Augen glückliches Leben zurückblicken können. 21 Menschen im Alter von 65 bis 95 Jahren hat der Autor besucht und seine Eindrücke und die Geschichten in einem Buch veröffentlicht. „Glück im Alter“, erschienen im Verlag Anton Pustet (2012) zeigt auf dem Cover ein Bild, ein Bild einer lachenden, alten Dame - ein Lachen voller Wärme und auch voller Glück. Das Lachen einer Frau die sagt „ in fünf Jahren werde ich Hundert“, das Lachen von Dorothea, geboren 1916, die es glücklich macht ihren Urenkel zu sehen, aber die auf ein bewegtes Leben zurückblicken kann in dem sie immer wieder glücklich war.
Es sind Lebensgeschichten von Menschen, die mit Schmalzbrot aufgewachsen sind, die glücklich sind, wenn sie im hohem Alter noch arbeiten können, sei es im eigenem Gemüsegarten oder ehrenamtlich. Geschichten von einer vergangenen Zeit, wo noch Zeit für einander war, wo einfache Dinge ausreichten um glücklich zu machen. Geschichten von Menschen die es glücklich macht Dankbarkeit und Freude zu machen, vom größten Glück im Leben den richtigen Partner gefunden zu haben, von Liebe, Vertrautheit und von Zufriedenheit, von Zufriedenheit mit sich selbst und seinem Leben.
Es sind Geschichten die berühren, die zum Nachdenken anregen über das eigene Glück, die Lebenserzählungen zeigen deutlich wie vergänglich Glück ist, das man es sich bewahren muss. Nicht nur in Geld und materillen Besitztümern das Glück zu suchen sondern in der Beziehung zu seinem Partner, zu seiner Familie, den Kindern und auch den Mitmenschen und der Natur. Deutlich zeigt uns Dr. phil Kumpf mit der Auswahl der Biografien wie sehr sich unser Verständnis vom Glücklich sein verändert hat, er ruft uns in Erinnerung innezuhalten, unser Glück wirklich dort zu suchen wo es zu finden ist- in uns selbst.
Neben den einzelnen Porträts in denen er die Personen einfach nur erzählen lässt, ist die fotografische Gestaltung des Buches zu erwähnen. Die großformatigen SW-Fotos von Carina Hinterberger und Sebastian Freiler zeigen ungeschminkt das Leben, manche Fotos erzählen ohne Worte vom Glück. Vor allem die Fotos von Elfriede und Richard (Jahrgang 1936 und 1937) zeigen das Glück auch heißt mit allen in Frieden zu sein, und wenn Elfriede meint: “ Das Leben ist doch zu kostbar, um sich zu ärgern. Man soll das Leben doch nicht furchtbar ernst nehmen.“, bringt es nicht nur Andreas Kumpf zum Nachdenken ob wir diese Geduld besitzen und ob wir diese Liebe füreinander auch in uns finden.
Nach der Lektüre des Buches, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt, bleibt nur eines zu wünschen übrig, das Dorothea hundert wird, Richard seine eigene Bibliothek bekommt, das alle 21 Erzähler noch viele Jahre, viele glückliche Jahre vor sich haben.
Der Autor:

Andreas Kumpf
Dr. phil., ist 1967 im Herzen des Ruhrgebietes geboren und studierte an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie. Nach fast 20-jähriger Geschäftsführung seines international tätigen Beratungsunternehmens mit Schwerpunkt "Strategie- und Führungskräfteentwicklung" zog es ihn wieder zu seinen Wurzeln zurück. Er ist Gründungsmitglied eines außeruniversitären Forschungsinstituts in Graz. Er lebt in Baden bei Wien und untersucht jene psychologischen Faktoren, die für ein "gelungenes Leben", insbesondere für erfolgreiches und zufriedenes Altern ausschlaggebend sind. Er ist als Autor, Forscher und Berater tätig.

- Taschenbuch: 227 Seiten
- Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (27. Juni 2005)
Reza Hajatpour ist auf der Suche, auf der Suche nach Antworten, auf der Suche nach der Bestimmung und auf der Suche nach seinem Platz im Leben, aber auch auf der Suche nach dem Glauben. Er erzählt von seinem Weg, einem Weg der damit beginnt das er zuerst nur eines weiß, er will kein Beamter werden. Nicht die Familientradition fortsetzen, nicht oberflächlich sein. Aber auch aus dem Grund, da der Halbwaise zusammen mit seiner Mutter im Haus seines Onkels aufwächst, aber nicht als gleichwertiges Mitglied, sondern auf der Rangstufe der Dienstboten. Ein Schüler der keine Schwierigkeiten in der Schule hat, jedoch einiges von seinen Lehrern fordert, vor allem das Wissen nach mehr, bringt ihn zu den Schriften von Dr.Ali Schariati. (iranischer Revolutionär und Religionssoziologe 1933-1977). Zu diesem Zeitpunkt, die Geschichte beginnt vor der Revolution, lernt er den Buchhändler kennen, der ihm diese Bücher besorgt und so zu einem Wegbegleiter des damals 18-jährigen wird. Hajatpour hat den Wunsch die geistliche Laufbahn einzuschlagen, ein Mullah zu werden., ein islamischer Geistlicher. Im Gegensatz zu den christlichen Glaubensrichtungen beginnt der Unterricht, die Unterweisung, nicht mit dem Eintritt in eine Schule, oder Universität, sondern der junge Mann beginnt seine Studien bei einem Mullah der Gemeinde. Hier beginnt seine Reise in eine Welt wo Logik, das Denkens und das Nachdenkens über geistliche Fragen, Fragen über das Leben und den Islam und dessen Auslegung den Alltag beherrschen. Reza Hajatpour erzählt von seinem Leben, von seinen Mentoren, seinen Freunden, seiner Familie und auch von seinem Zugang zum Islam, seinem Leben im Religionszentrum Ghom.
Der Weg vom Schüler zum Lehrer selbst, zum Mullah,zum Direktor und Dozenten, ist kein leichter. Er ist geprägt von der Erkenntnis das manche Menschen andere nur benutzen um selbst einen Vorteil zu erhaschen, möge er auch noch so klein sein. Manchmal geht er drei Schritte vorwärts um dann kurze Zeit später gezwungen zu werden, zehn rückwärts zu gehen. Setzt er große Hoffnung in seine Heirat, muss er erkennen das er hier getäuscht wurde, das nicht alles so ist wie es zu schein scheint.
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