
- Broschiert: 243 Seiten
- Verlag: Leykam; Auflage: 1 (3. März 2011)
Fisch ist ein lieber, ein ganz lieber Mensch, er raucht nicht vor Kindern, schließlich sollte man eine gewisse Vorbildwirkung ausstrahlen, aber gegen einen Joint hätte er nichts, aber auch gar nichts einzuwenden. Stefan liebt Sportwetten, er glaubt auf der Seite der Gewinner zu sein und er hat etwas in der Tasche-Gras, nur das gehört nicht ihm, sondern Bess dem Dealer. Paul ist der Dritte im Bunde, die drei fallen auf wie Essiggurken auf einem Marmeladebrot. Die drei Freunde haben noch zwei beste, gemeinsame Freunde -mit den Namen Alkohol und Gras.
Drei Antihelden, die vom Glück im Leben nur gestreift worden sind und vergessen haben dann gleich zuzupacken. Looser, Doppelloser, jene hinter deren Rücken man mitleidig lacht und die keiner einlädt, zur Party geht es nur durch die Hintertür. Unsere Hauptperson, der „Liebling“ des Schicksales in dieser Geschichte ist jedoch Fisch.
Eigentlich könnte das Leben so weitergehen, auf der Suche nach Bräuten, einen Joint mit Freunden, etwas zu viel Alkohol im Blute, ja es könnte so weitergehen bis Fisch eine über die Rübe bekommt- mit einem Toaster, seinem Toaster. Vorbei ist es mit der heilen Welt. In einer Welt voller schräger Typen, aber doch sind sie erschreckend real, man trifft auf einen Koch der sich für seinen homosexuellen Vater in Grund und Boden schämt, der aber scheinbar einen äußerst grünen Daumen besitzt, oder Zwillinge auf dem Weg zur Verbrecherkarriere, was haben zwölfjährige Jungs mit Drogen zu tun?
Wenn ein Mathematiker zur Feder greift,
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Benjamin ist Maler und Träume sind für ihn nur die Begleiterscheinungen der Nacht, die Vorkommnisse darin nur Trugbilder, Reflektionen des Alltages mehr nicht. Doch er findet sich eines Tages als Gefangener wieder, eingeschlossen in einer kleinen Zelle, in Einzelhaft, beginnt seine Geschichte. Sie spielt im Deutschland in den Zeiten des zweiten Weltkrieges, Ben ist Engländer, ein Feind, aber dies ist nicht der Grund für seine Inhaftierung. Seine Träume haben ihn zu einem Objekt der Begierde gemacht, als Versuchskaninchen im Projekt Morpheus wurde er auserwählt. Richard Thalion, deutscher Offizier, führt ihn in sein neues Leben ein, wo nur eines wichtiges ist- die Träume.
Die Erinnerung an die Träume, aber nicht nur seine, Benjamin findet sich in einer Klinik wieder, eher einem Sanatorium wo auch andere träumen. Doch diese Welt der Träume ist anders, es gibt Traumtore, Traumjäger und Welten die scheinbar real sind, oder sind es nur Spielgelbilder der Seele? Die Forschungsstätte, ausgeschlossen von der Umwelt, die Insassen isoliert, keine Nachrichten von draussen, eine Welt in der Welt, ruhig und leise, eine Insel umgeben vom Sturm des Krieges.
Bens Träume bringen keine Erhohlung, sie laugen aus, fordern ihn, bringen ihn nicht nur an die Grenze seines Geistes, es verschwimmt Wirklichkeit und Traumwelt. Doch auch in der heilen Welt von Morpheus geht das Leben seinen Weg, manche zerbrechen an den Forderungen immer mehr zu träumen, wählen den Tod- oder die Flucht in den Wahnsinn. Vom Militär wird Druck ausgübt, man will Ergebnisse um siegen zu können. Benjamin White jedoch bekommt Angst, Angst vor seinen Träumen, er will ihnen entkommen und auch seinen Gefängniswärtern, denn er wird zum Verbrecher wider Willen. Der Parallelwelt und der realen Welt will er entkommen, der realen Welt kann man sich durch Flucht entziehen- aber wer kann vor seinen Träumen fliehen? Träume lassen sich nicht abstellen, sie kommen ob man will oder nicht.
Benjamin White ist ein Gefangener doch er will sich nicht der Situation ausliefern, er will entkommen, er will überleben, er will wieder träumen können wie vorher.....
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- Broschiert: 285 Seiten
- Verlag: Emons; Auflage: 1., Aufl. (13. Oktober 2011)
"BEREUE" ist das letzte Wort das er lesen wird, das Ticken seiner Rolex das letzte das er hören wird, bis er langsam erstickt ist in seinem Sarg....
Ein Duo ermittelt in diesem Fall, Wolfgang Franke und Kommisarin Wiebke Sollich. Franke, dessen Familienleben von der Drogensucht seiner Tochter zerstört wurde, Wiebeke auf der Suche nach Mr.Right. Während Wolfgang Franke hilflos zusehen muss wie seine Tochter freiwillig auf den Abgrund zugeht, schwebt Wiebke auf Wolke sieben. Scheint sie doch in Thomas endlich den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Der Psychologe wirbt auf höchst altmodische Art um sie, Rosen, Essenseinladungen, nur er ist ein wenig verklemmt.
Günter ist Hauptdarsteller Nummer vier in dem äusserst spannenden Krimi, seines Zeichens Staatsanwalt, ist er ein Freund der beiden Polizisten, vor allem die Geschichte von der Suche nach dem Wunderland von Lydia, Frankes Tochter, kennt er. Aber auch er hat ein dunkles Geheimniss, würde es ans Licht kommen wäre er als Staatsanwalt erledigt, freigegeben zum Abschuss.
Die Beziehung zwischen Wiebke und Thomas ist etwas sonderbar, der alleine im Leben stehende Mann, Bruder verschwunden, Eltern verstorben, mit einer krankhaften Neigung zu Sauberkeit und Ordnung, die Verzweiflung eines Vaters, der seine Tochter nicht retten kann,das alles verbunden mit der Suche nach einem Mörder. Eine fesselnde Kombination, vor allem das es Menschen sind mit Ecken und Kanten, kein Privatleben wie aus dem Bilderbuch, ein jeder hat seine Vergangenheit, sein Leben abseits der Suche nach Mördern.
Scheinbar ist der Mordfall gelöst, da passiert ein weiterer und Wolfgang steht nun plötzlich selbst als Verdächtiger im Scheinwerferlicht, Wiebke versucht ihren Partner zu entlasten, hat er wirklich einen Mann bei lebendigen Leib begraben? Hat er Richter und Henker zugleich gespielt? Zugleich scheint sie im Privaten ihr Glück gefunden zu haben, auch wenn es eine Beziehung der etwas anderen Art ist, doch dann taucht Daniel plötzlich auf, der verschwundene Bruder von Thomas. Wer entscheidet was normal ist, was ist normaler Alltag- was ist Wahnsinn? Was ist die Motivation für den Mörder seine Opfer so zu bestrafen?
Viele Fragen die Ralph Westerhoff in seinem Erstlingswerk seinen Lesern stellt, aber die Antworten gibt er nur versteckt, er überlässt es einem sich selbst ein Bild zu machen, was den Mörder zu seinen Taten treibt. Der Mörder will bestrafen, nachdem Wiebke jemanden in den Tod geschickt hat, gerät auch sie in sein Visier. Sie muss bestraft werden denn auch sie hat Schuld auf sich geladen.....
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- Taschenbuch: 518 Seiten
- Verlag: novum pro (8. November 2011)
Die Geschichte von Joe und Istvan geht weiter. Die Geschichte knüpft zwar an Teil eins lückenlos an, durch die Rückblicke (nicht zu ausführlich aber doch ausreichend) kann man ohneweiters auch so der Geschichte folgen.
Joe ist verzweifelt, sie sieht ja nur einen Ausweg, die einzige Möglichkeit die ihr anscheinend bleibt ist Istvan zu verlassen obwohl sie ihn liebt. Nur sie glaubt sie haben beide ein Chance zu überleben, sie sucht Zuflucht in der Großstadt und vergräbt sich in einem Hotelzimmer. Bezaubernd wie die Autorin hier das Liebeslied der Hauptprotagonisten darstellt, man leidet richtig mit, es ist nicht leicht hier die Klippen des Kitsches zu umschiffen, aber es gelingt ihr mit Bravour die Geschichte in die richtige Richtung zu steuern.
Doch auch der tiefste Liebeskummer muss einmal ein Ende finden, so wagt sie sich wieder unter die Allgemeinheit, doch sie muss erkennen ein Leben ohne Istvan hat keinen Zukunft, keine Perspektive für sie. Hier ist eine Affinität zum Titel spürbar, wie ein Fieber brennt die Liebe zu dem Mann ihn ihr, löst es der Wolf aus oder der Mann, oder beide, es gibt keine Mittel dagegen so scheint es. Sie ist dem Fieber scheinbar ausgeliefert, leidet unter ihm, kann aber gleichzeitig so scheint es auch nicht existieren zu können. Mitleiden ist hier vorprogammiert.
Aber auch Werwölfe haben Liebeskummer, Freudensprünge hat ihr plötzliches Verschwinden nicht hervorgerufen, aber Happy End scheint nach Zweifeln und Vorwürfen von beiden Seiten in Sicht. Istvan verzeiht ihr, es scheint einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Weg zu stehen. Ach wie schön ist Liebe, auch wenn sie zwischen einer Journalistin und einem Werwolf ist... Herzschmerz, Romantik, so richtig zum dahinschmelzen. Wunderbar schildert Adelmann nicht nur wie sie Joe hemmungslos dem Liebeskummer hingibt sondern auch die erneuerte Annäherung, nach dem Joe Istvan doch in seinen Augen verraten, verstossen hat.
Doch ist es ist ja kein reiner Liebesroman sondern ein Fantasyroman, dazu gehört mehr. Nach dem Liebesfinale der Beiden geht es dann aber erst so richtig los. Von trauter Zweisamkeit keine Spur, von Friede, Freude Eierkuchen schon gar nicht.
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