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Christiane und Goethe

 

 

Eine Recherche ist der Untertitel dieses Buches.

Christiane von Goethe (* 1.Juni 1765 als Johanna Christiana Sophie Vulpius; † 6.Juni  1816  war  Goethes Ehefrau.

1788 lernte Goethe Christiane Vulpius selbst im Park kennen, als sie ihn ansprach, um eine Bittschrift für ihren Bruder zu überreichen.

Christiane in bedrängten Verhältnissen aufgewachsen war als Hutmacherin tätig, um ihre Familie zu unterstützen, wo nur zählt dem Bruder ein Studium zu ermöglichen.

Zwischen das beide kam es schnell zu einem Liebesverhältnis, nach einem Jahr kam das erste gemeinsame Kind unehelich zur Welt, weitere vier Kinder des Paares starben jeweils nach ein paar Tagen.

Der Dichterfürst nahm seine Geliebte in sein Haus auf, die Weimarer Gesellschaft jedoch war schockiert und lehnten die unstandesgemäße Verbindung ab.Völlig isoliert beschränkte sich ihr Lebensbereich bis zur Hochzeit 1806  nur auf ihr häusliches Umfeld.

Die Aufnahme in die sogenannte Gesellschaft aber bewirkte die Mutter von Arthur Schopenhauer, die auf Bitten Goethes einen Einladung aussprach.

Christianes Bildung reichte nicht an die ihres Mannes heran, sie widmete sich praktisch veranlagt der Führung des Haushaltes in Weimar und Jena und der Erziehung des gemeinsamen Sohnes August.

Ihre Liebe galt dem Theater sie besuchte regelmäßig die Vorstellungen in Weimar, ihre Briefe an Goethe zeigen einen gesunden natürlichen Menschenverstand.

1815 erlitt sie einen Schlaganfall, ein Jahr später starb sie an Nierenversagen und wurde am Weimarer Friedhof beigesetzt. Ihre Krankheit und Schwäche störte den Dichterfürsten nicht sehr schmeichelhaft stammen doch die Worte "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" von ihm.

An ihrer Beerdigung nahm Goethe nicht teil.

Nicht gerade sehr schmeichelhaft geht die Autorin hier mit Johann Wolfgang von Goethe um, sie zeichnet das Bild eines sehr ichbezogenen Menschens. Im Mittelpunkt steht Christiane, ihr Leben an der Seite eines Mannes der von allen verehrt wird, die heldenmutig den plündernden Soldaten entgegentritt die eine hingebungsvolle Frau und Mutter war.

Ein Buch über eine starke Frauenpersönlickkeit die aber immer im Schatten ihres Mannes stand.

 

Die Autorin:

Sigrid Damm

geb 1940 in Deutschland

Literaturwissenschaftlerin und Schrifstellerin (vor allem Werke über Personen aus dem Umfeld der Weimarer Klassik)

erhielt ua. Feuchtwanger-, Mörike- und Fontane-Preis