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  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (10. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453526503
  • ISBN-13: 978-3453526501


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Unendliche Weiten des Weltalls, Raumschiffe schweben im luftleerem, kalten Raum, Planeten in fernen Galaxien sind von den Menschen besiedelt worden und fremde Kulturen leben mit den Erdbewohnern mehr oder wenig friedlich vereint im Universum. Die Menschen nutzen Technologien die sie zwar entdeckt haben und nur durch Glück benützen können, die Grundlagen aber des fremden Wissens bleiben ihnen verborgen. Genau so funktioniert die Verständigung mit den Außerirdischen, mediale Übersetzer,deren Gehirn durch zu viele Raumsprünge dem Verfall preisgegeben  sind, übersetzten mehr recht als schlecht, was auch zu Komplikationen führen kann, und so manchen Translator zu einer unfreiwilligen Reise durchs All verhilft.  Mehr chaotisch als planmäßig läuft die Besiedelung und das Weltraumleben der Menschen -bis eine neue Spezies auftaucht - die Collectors, die die schützenwerte Rasse Mensch vor dem Aussterben bewahren will. Ob sie wollen oder nicht, die Menschen werden unter die Obhut genommen, und wo einst  Bergwerke die Natur zerstörten, wiegen sich bald die Getreidehalme im Wind, blaues Wasser glänzt in den Sonnen und Bäume stehen in voller Blüte.

 

Wir schreiben das Jahr 3042 und in den ausgetrockneten Lagunen von Venedig birgt ein Konzern ein Artefakt einer fremden Kultur. Zum Transport wird Kris angefordert, ein Cowboy der Landstrassen.Nur hat sein Truck mit den heutigen nichts mehr zu tun sondern ist ein titanischer 10m hoher Antigrav Truck,rund 300m lang und gespickt mit High Tech. Ein Transportauftrag der sich von den anderen unterscheidet, als er überfallen wird und die Ladung samt ihn auf einem fremden Raumschiff landet.

Nun beginnt für Kris, vom Leben enttäuscht und ohne jede Illusionen was seine Zukunft betrifft,  ein Abenteuer, vielmehr ein Alptraum. Er hat nur eine einzige Möglichkeit - dem Konzern in jeder Art zu dienen und dessen Auftrag auszuführen, hängt nicht nur sein Leben davon ab sondern auch das seiner Tochter.

Science Fiction ist nicht jedermanns Sache, aber ich denke auch Neulinge auf diesem Gebiet werden ihre helle Freude daran finden, wenn sie sich erst mal eingelesen haben. Wer sich im Genre etwas auskennt, dem mag zwar einiges bekannt vorkommen- Stargate, Pherry Rhodan und Co lassen galaktisch grüssen- aber das schadet nicht. Im Gegenteil man findet sich etwas leichter zurecht und die Vorstellungskraft wird gefördert, man sieht die unheimlichen Menschmaschinen,, die Klone welche halb Tier und halb Mensch sind,  und die Raumschiffe bald vor dem inneren Auge. Heitz hat neue Figuren erschaffen, Söldner die von Menschen gezüchtet werden, Wissenschaftler die von Drivers besessen sind, und noch einiges mehr ist seiner Phantasie entsprungen.

Die Handlung, das die Menschen den Heimatplaneten ausbeuten und auf Artefakte fremder, außerirdischen Kulturen stoßen, aber deren Technik eher auf gut Glück kapieren als durch Verstand ist vorstellbar. Das dadurch auch die Besiedelung fremder Planteten und der Kontakt mit anderen Rassen entstehen kann ebenso. Aber was sich da Heitz ausgedacht hat mit den lieben Collectoren, die die Menschen wie eine aussterbende Tierrasse behandeln, na ja ich hoffe das bleibt für unsere Nachkommen auch Fiction. Im ersten Teil, bis zur Hälfte der 653 Seiten umfassenden Geschichte,  werden die einzelnen Charakter in die Geschichte einer nach dem anderen eingeführt, deren Leben, ihre Hoffnungen und Alpträume vorgestellt, und ein wenig Rückblick auf die Vorgeschichte geliefert. Ein wenig verwirrend vielleicht die vielen Abkürzungen und technische Begriffe,aber der Autor hat hier vorgesorgt, es gibt zu Beginn ein Manual, das der Leser zu Hilfe nehmen kann. Die technischen Begriffe, Beschreibungen sind so ausgeführt das man sie versteht, auch wenn man noch nie ein Raumschiff gesteuert oder sich von Scotty beamen hat lassen. Eine Bedienungsanleitung eines Dvd Players oder der Aufbau eines Schrankes ist schwieriger als die Einführung in die Technik des 4. Jahrtausends a la Markus Heitz.

Im zweiten Teil geht's richtig zur Sache, keine Seiten für schwache Gemüter, eben im Schreibstil von Markus Heitz. Der Kampf ums Überleben geht auch in Zukunft nicht ohne Gewalt und Tote ab, überraschende Wendungen lassen einem das Lachen das die Ironie in den Denkweisen einzelner Figuren (hier erinnert mich der Schreibstil stark an Douglas Adams), gleich wieder im Hals stecken. Konzerne kämpfen um technische Errungenschaften, Menschen sind bereit für ihren Glauben zu sterben und eine der weiblichen Figuren zeigt das es auch dann noch Rassismus geben kann. Flüssig und leicht geschrieben fesselt die Geschichte den Leser und für alle die mehr von den Justiferes wollen- es wird mehr davon geben!

Ein Science Fiction Roman der das Genre eindeutig wiederbelebt, aber ein Hard Core Science Fiction Roman,-Pherry Rhodan ist dagegen ein Waisenknabe.

 

Der Autor:

Markus Heitz

 

geboren 1971

deutscher Autor

Schöpfer ua.  von „Die Zwerge“, „Ritus“ und „Die Legenden der Albae“  (mehrbändige Reihen)


den Vampirromanen "Die Kinder des Judas" und "Judassohn"  (Rezensionen auf dem Buchregal zu finden)

mehr über den Autor hier

 

 

 

Bücher von Markus Heitz hier erhältlich

 

 

 
für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner