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postheadericon Der Augensammler

 

 

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (1. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426198517
  • ISBN-13: 978-3426198513

 

Es ist 23.40 Uhr und vor knapp 12 Stunden erhielt ich ein Paket überreicht, das mich um meinen Schlaf brachte. Auspackt, noch in der kalten  Folie gefesselt, wartete es darauf, von mir in die Freiheit entlassen zu werden. Stundenlang musste es warten, konnte mich beobachten, meine Vorfreude spüren, bis ich die störende Hülle entfernte und die erste Seite aufschlug. Und das Grauen begann langsam in mir hochzusteigen, die Abgründe menschlicher Seelen öffneten sich und die Worte zogen mich in ihren Bann.

Seite um Seite begleitete ich Alexander Zorbach und seine blinde Wegfährten Alina auf ihrer Suche, erfreute mich an der Hilfsbereitschaft und Aufopferung des jungen Frank Lahmann. Lernte die Welt der Blinden mit neuen Augen zu sehen. Am Rande der Handlung, eines Beobachters gleich,der das ganze aufmerksam verfolgt aber doch nicht in das Geschehen eingreifen kann, zog es mich immer weiter in seinen Bann, um mich am Ende mit der Erkenntnisse zu entlassen- da ist ein der besten Thriller die zur Zeit am Markt sind,die absolute Krönung.

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Nein, ich übertreibe nicht und verrate auch aus diesem Grunde nichts, aber auch gar nichts über den Inhalt und die Figuren oder gebe keinen noch so kleinen Hinweis.sondern hülle mich hier in Schweigen. Jedes Wort könnte Kleinigkeiten verraten, die Spannung soll erhalten bleiben, durch nichts gemindert. Ein Tipp sei nur gegeben, beginnen sie das Buch nicht vor sie ins Bett gehen, es werden Ihnen an nächsten Tag die fehlenden Stunden Schlaf deutlich ins Gesicht geschrieben sein, das Buch aus der Hand zu legen wird Ihnen sehr,sehr schwer fallen.

Wer schon ein Buch von Sebastian Fitzek gelesen hat, kann sich ausmalen was auf einen zukommt. Gänsehautfeeling der Extraklasse, wie schon bei "Splitter" oder "Die Therapie". Fitzek spielt hier wieder mit dem Leser, durch seinen feinen Schreibstil, Andeutungen und bewusste Irreführungen erhöht er die Spannung von Seite zu Seite. Es scheint fast so, als würde es dem Autor Freude bereiten, zuzsehen wie schnell und unbewusst falsche Schlüsse gezogen werden, und dann kommt Sebastian Fitzek  grinsend um die Ecke und sagt -Nönö so einfach mache ich es euch auch wieder nicht! Die Figuren sind lebensecht gezeichnet, vorallem die  des Alexander Zorbachs, seine Zweifel,seine Gedanken und sein Leben sind realistisch und mit der gesamten Handlung erschreckend aus dem Leben gegriffen.

Ist es im Genre des Thrillers doch reaktiv schwer, einen Roman zu verfassen der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseltt, und der deutsche Thriller mit dem Autor hier zeigt was möglich ist. Sebastian Fitzek hat sich seit seinem ersten Roman auf ein Terrain begeben das doch bis dahin  vorwiegend in der Hand englischsprachiger Autoren war, aber mit jedem Roman, jeder Figur die er neu zum Leben erweckt steigert er sich mehr und mehr.

In seinem neuesten Roman gelingt es ihm durch die Verwobenheit der Geschichte, einem Spinnennetz gleich, das Interesse zu fesseln und es in einen Kokon zu spinnen, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt, bis man endlich oder leider , die letzen Worte inhaliert hat.

Und der Leser hat nur noch eine Frage- wann gibt es das nächste Buch?

Sebastian Fitzek wird am 28. Juni in Wien und am 29. Juni in Linz sein Buch vorstellen

Der Autor:

Sebastian Fitzek

 

geb. 1971

deutscher Schriftsteller und Journalist.

offizielle Homepage des Autors

  • Die Therapie (2006)
  • Amokspiel (2007)
  • Das Kind (2008)
  • Der Seelenbrecher (2008)
  • amazon.de
  • Splitter (2009)
  • Der Augensammler (2010)

 

 
für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner