Buchpräsentationen-Lesungen
Der magnetische Bob

Franziska Biermann
Der magnetische Bob
- Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
- Verlag: Residenz; Auflage: 1 (Januar 2011)
Hurra, Bob ist da! Aber Etna, ist dann sehr enttäuscht und wütend, den mit dem Brüderchen ist ja gar nichts anzufangen, er ist ja noch ein Baby! Während die Freude bei den anderen Mitgliedern der kunddeligen Hundefamilie riesig ist, verschwindet diese bei Etna schnell, als ihr klar wird, das Babys eigentlich nur schlafen und sonst nichts. Die ganze Welt dreht sich nur noch um Bob, Bob hier, Bob da, zum aus dem Fell fahren ist das ja! Etan ist stinke, stinkesauer, dann beginnt Bob auch noch zu ihr Spielzeug anzuschlabbern und zu zerknabbern, egal was er macht, alles darf er, so eine Gemeinheit.Als Etna sogar zur Selbsthilfe greif, ihrem kleinem Bruder einen Maulkorb häkelt wird sie sogar auch noch bestraft. Doch dann macht Etna eines Tages eine wahrlich komische Entdeckung- es bleibt alles an Bob kleben! Büroklammern, Spielzeugautos, Messer, alles aus Metall blieb an ihrem kleinem Bruder kleben- Bob ist ein Magnet! Eine Entdeckung die Etna natürlich keinem verrät, es ist ihr großes Geheimnis, so ein Bruder der alles aufsammelt, das ist praktisch und so hat Etna ihren kleinen Bruder plötzlich sehr lieb und der Spaziergang mit Bob wird zu einem großen Abenteuer.
Franziska Biermann hat in ihrem neuem Kinderbuch, eine Thematik aufgegriffen und verarbeitet, die in jeder Familie vorkommt wenn ein neues Geschwisterchen die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein jeder kümmert sich um das Baby, alles gehört und alles dreht sich bei der ganzen Familie scheinbar nur mehr dem Neuankömmling. Biermann hat ihre Charaktere in einer Hundefamilie angesiedelt, erzählt hier in einem farbenfrohen Buch wie eine große Schwester lernt, ihren kleinen Bruder lieb zu haben, Verantwortung zu übernehmen. Als Etna herausfindet das ihr kleiner Bruder sich hervorragend zur Schatzsuche eignet, muss sie aber auch lernen, mit kleinen Geschwistern allein zu sein, heißt auch Verantwortung zu übernehmen, jemanden auszunutzen kann wird zu einem Abenteuer wenn der magnetische Bob plötzlich an einem Bankräuber klebt. Die Erwachsenen werden beim vorlesen gehörig ins Schmunzeln kommen, zeichnet die Kinderbuchautorin doch ein ironisches Bild auch davon wie wir Großen bei der Ankunft eines neuen Erdenbürgers uns vor lauter Freude überschlagen, aber dabei oft auf die Geschwister vergessen, die plötzlich Liebe und Aufmerksamkeit teilen müssen.
Das Buch eignet sich nicht nur zum Vorlesen, sondern auch etwas größere Kinder haben Spaß an der Geschichte. Besonders die Schriftgestaltung die hier wieder in den Büchern vorkommt, Schlagworte, wichtige Sätze werden hier im Schriftbild besonders hervorgehoben, lädt zum Lesen ein, erleichtert auch den kleinen Lesern das Verstehen der Geschichte, lenkt den Augenmerk auf diese Stellen.
Franziska Biermann ist eine mehrfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin und Illustratorin. Ihre Kinderbücher handeln von Themen die Kinder beschäftigen, setzt diese mit lustigen Geschichten und farbenfrohen Bildern um. Wie gut sie sich in die Gedankenwelt der Kinder hineinversetzen kann, zeigt sie nicht nur durch ihre Geschichten und Bilder, sondern auch auf die leicht ermahnenden Worte, (diese aber sehr liebevoll formuliert) die an die kleinen Leser gerichtet sind. Franziska Biermann ist auch verantwortlich für die Zeichnungen und Illustrationen in Kinderbüchern anderes Autoren, so etwa für das Buch "Der Gruselwusel" von Christine Nöstlinger, ebenfalls Nilpferd in Residenz.
Wenn sie das Buch ihrem Kind mit nach Hause bringe, packen Sie es nicht aus, lassen Sie diese Freude ihrem Kind, dem Buch beigelegt ist nämlich ein magnetisches Lesezeichen, als kleines Geschenk."

"Der magnetische Bob" ist im Jänner im Nilpferd in Residenz erschienen, hier auch erhältlich
oder im gut sortierten Buchhandel.
