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Der Menschenmacher

- Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
- Verlag: Bastei Lübbe, Hardcover
- Auflage: 3 (18. Februar 2011)
- engl Orginaltitel „The Innocent Bone“.
David erlebt eine Kindheit die von dem Gespenst "Kein Geld" geprägt, aber voller Liebe durch seine Mutter bereichert wird.. Sein Vater ist im Vietnamkrieg gefallen, es ist die Zeit der Songs von Bob Dylan. Ein weihnachtlicher Kinobesuch beendet sein Kindsein auf tragische Weise. Seine Mutter stirbt vor den Augen des sechsjährigen durch einen Autounfall. Vor wenigen Minuten noch hielt sie ihren Sohn an der Hand, nun liegt sie vor ihm blutüberströmt auf dem kalten, nassen Asphalt.
David wird adoptiert und damit beginnt das Grauen. Sein Adoptivvater, Robert Gray, ausgezeichnet mit dem Purple Heart nimmt sich des Jungen an. Gemeinsam mit Charlie und dem Mädchen Allison finden sie ein neues Zuhause bei dem Angehörigen der Polizei von Austin, Texas.
Robert Gray, "Bad Bob" oder Daddy genannt, ist von Nietzsche besessen. Er will um jeden Preis die Kinder zu Übermenschen erziehen, sie zu formen, aber nicht Liebe und Zuneigung wählt er dazu aus, sondern den Gürtel, Isolation und die brennende Zigarettenspitze. Selbstbeherrschung und Selbstentfaltung fordert er, Überwindung von Schmerzen, Einsamkeit und des eigenen Willens, er will die Kinder brechen, damit sie formbar werden wie ein Klumpen Lehm zwischen seinen Händen.
Zwanzig Jahre später, ist David ein erfolgreicher Schriftsteller , der die Innocent Foundation ins Leben gerufen hat, missbrauchten Kinder wird ein neues Zuhause gegeben, Kinder werden aus der Prostitution geholt. Gemeinsam mit Charlie hat er einen Kreuzzug gegen die ins Leben gerufen, welche Kinder nur als Ware, als Mittel zum Zweck sehen um ihre perversen Gedanken ausleben zu können. Charlie geht nicht gerade freundlich mit diesen Menschen um, er gibt ihnen das was sie seiner Meinung nach verdienen- den Tod.
Beide kämpfen mit den Dämonen ihrer Kindheit, als Erinnerung den vernarbten Rücken, der sie tagtäglich an Robert Gray erinnert, die Narben auf der Seele sind unsichtbar.
Eines Tages bricht die Macht der Vergangenheit über sie herein, um das Leben ihrer Töchter zu retten müssen sie sich den dunklen Schatten stellen, gemeinsam einen Ausweg suchen, um zu verhindern das ihr Lebensinhalt getötet wird. Er wird ihnen gezeigt- sie sollen töten, töten damit andere überleben. Ein perfides Katz- und Mausspiel beginnt. Allisson, Charlie und David, sie müssen gemeinsam in ihre Vergangenheit eintauchen und in die von "Bad Bob" .
Isolation und Folter so erzieht Robert Gray die Kinder. Er bezahlt mit seinem Leben, die Kinder stehen gegen ihn auf, töten ihren Peiniger. Ihre Seelen sind vernarbt, gezeichnet von der Unmenschlichkeit, welche sie als Kinder erleben mussten.
Die Geschichte geht unter die Haut. Die Situation wird in klaren, nüchternen Worten erzählt. Cody Mcfadyen erzeugt Spannung von der ersten Seite weg. Er erzählt mehrere Geschichten in einer, lässt die Handlungen verschmelzen, von der Gegenwart in die Vergangenheit. Die drei "Geschwister" tauchen immer wieder ein in die Vergangenheit, jeder hat sich seinen Dämonen zu stellen, ihre Fragen werden beantwortet und werfen gleichzeitig neue auf.
"Der Menschenmacher" ist der beste Roman von Cody Mcfadyen. Seine Superermittlerin Smoky Barret ist jedem bekannt der gerne Thriller der Extraklasse liest. Doch hier gibt es keine Ermittler die gegen das Böse kämpfen, sondern Menschen die als Kinder nicht gefragt wurden welches Leben sie leben wollen, Kinder die einem Psychopathen hilflos ausgeliefert werden. Durch die Erzählung der Kindheit, auf der einen Seite ein normales Leben im Alltag, auf der andern Seite die Brutalität, wird dem Leser mehr wie deutlich vor Augen geführt wie zerbrechlich eine Kinderseele ist.
"Der Menschenmacher", lässt Hannibal Lector wie einen Waisenknaben aussehen. Cody Mcfadyen prangert hier aber auch auf leise und substile Weise an, gegen Bordelle in Kamboscha, gegen die Brutalität gegen Kinder die verletzliche Kinderseele zerstört. In der Wahl der Sprache passt er sich der Situation an, mal poetisch lässt er den Schriftsteller David erzählen, brutal und kalt Charlie, leise und melancholisch Allison. Er spielt mit unseren Gedanken und Ängsten, lässt beim Lesen ein beklemmendes Gefühl entstehen, er spielt mit dem Leser, fesselt ihn, steigert langsam die Spannung.Je mehr er erzählt desto eindringlicher wird dem Leser vor Augen geführt,das eine Kinderseele leicht zu zestören ist, Narben am Körper verheilen aber die im Innern niemals.
"Der Menschenmacher" im Buch lesen

Cody Mcfadyen
geboren 1968
Der Autor ist verheiratet, Vater einer Tochter und lebt mit seiner Familie in Kalifornien.
Die Blutlinie: (Thriller), war sein erster Roman und sorgte weltweit für Aufsehen. In Deutschland war der Thriller wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Mit "Der Todeskünstler" hat er die außergewöhnliche Thriller-Reihe um Smoky Barrett fortgesetzt. "Das Böse in uns" ist sein dritter Roman mit der Protagonistin.
