Get Adobe Flash player
Follow us on Twitter

postheadericon Buchpräsentationen-Lesungen

postheadericon Die Violine von Auschwitz

 

 

 

 

Zum Inhalt:

Der Erzähler (der französische Musiker Climent ) ist in Krakau zu einem Gastspiel angereist. Bei dem Konzert erweckt der Klang der ersten Geige seine Aufmerksamkeit. Der samtig, weiche Ton des Instruments erinnert ihn an die alte polnische Gegenbauerschule oder an eine Tiroler Arbeit. Voller Neugier bittet er die Besitzern um ein Treffen um die Geige näher betrachten zu können.  Climent und Regine finden zu einer Freundschaft und der Musiker erhält von ihr bei seiner Abreise  ihre Notizen in denen die Geschichte der Geige erzählt wird:

 

Die Geschichte von Daniel wird erzählt und sie beginnt nach dem er vierTage in der Arrestzelle in einem KZ  verbracht hat und mit 25 Peitschenhieben bestraft wurde.  Der junge Geigenbauer versucht im Konzentrationslager nur eines- zu überleben. Ausgeliefert den Launen des Kommandanten versucht er wie seine Mitgefangenen unauffällig zu bleiben und keine Aufmerksamkeit zu erregen,Strafen zu übeleben und den Hunger auszutricksen.Und eines nicht - dem Arzt in die Hände zu fallen der für seine Unterkühlungsexperimete gefürchtet wird.

 

Doch eines Tages fällt er auf: er wird zum Lagerkommandanten gerufen um eine Geige zu reparieren, innerhalb einer Frist von nur ein paar Nachtstunden soll er es schaffen. Nachdem er die Geige zur Zufriedenheit des SS Mannes wieder zum Klingen bringt erhält er den Auftrag einen Geige zu bauen.so vollkommen wie eine Stradivari. Der Befehl des Sturmbandführers ist unmissvehrverständlich doch kann er nicht in Erfahrung bringen wie viel Zeit ihm zugestanden wird.

Mit der üblichen Neugierde eines Kunden erkundigt sich der Auftraggeber immer wieder nach dem Fortschritt der Arbeit, die Inspektionen bringen Daniels  zum Schlottern aber sie bleiben ohne Folgen für ihn, er weiß nie was als nächstes kommt. Als die Kapos wechseln erfährt der junge Geigenbauer  um was es bei seiner Arbeit wirklich geht-um eine Wette zwischen dem Sturmbandführers und des Lagerarztes . Sollte er versagen wird der Einsatz des Kommandanten dem gefürchteten Lagerarzt übergeben, und dieser Einsatz ist Daniel selbst. Er ist nicht mehr wert als eine Kiste Wein, gegen sein Leben.

 

Mein Fazit:

Die Violine von Auschwitz ist ein Buch das berührt. Schonungslos wird das Leben im KZ aus der Sicht eines jungen, jüdischen Geigenbauers erzählt. Nachdem er das Ghetto von Krakau überlebt hat, versucht er nun hier in der Hölle zu überleben.

Nach einer grausamen Wette zwischen dem Lagerarzt und dem Lagerkommandanten beginnt er eine Violine zu bauen und sein Leben hängt von dem Klang und der Einzigartigkeit des Instrumentes ab. Der Leser tauch ein in die Welt des Geigenbaues, lernt Feinheiten kennen die man braucht um den Körper aus Holz zum Klingen zu bringen,versteht die Liebe zu seiner Arbeit und hofft das Daniel das scheinbar Unmögliche schafft. Betroffen machen neben der Beschreibung des Lagerlebens,der Grausamkeit denen die Inhaftierten ausgesetzt waren die original Dokumente die hier in die Geschichte eingebunden sind. Deutlich wird wie wenig einer der KZinsassen wert war, wie unmenschlich die Schergen waren und wie verzweifelt versucht wurde nicht aufzugeben und zu überleben.

Wunderbar ist die Umschlagsgestaltung, einfach aber doch passend, ein wunderbares Buch das nicht so schnell aus dem Gedächtnis verschwindet.Ein Buch das zum Nachdenken anregt, betroffen macht und dafür sorgt das die Vergangenheit nicht vergessen wird.

Zur Autorin :

Maria Àngels Anglada, 1930 in Vic geboren, 1999 in Figueres gestorben, gilt als eine der renommiertesten Autorinnen Kataloniens, die sowohl für ihre Prosa als auch für ihre Gedichte, literaturkritischen Studien und Essays verehrt wird und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. "Die Violine von Auschwitz" ist ihr bekanntestes Werk, das sich allein in Katalonien über 100 000 Mal verkaufte und in 12 Ländern erscheint.
Maria Àngels Anglada

© Regió 7 / Mar Valldeoriola

 

 

 

 

 

 
für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner