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  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: cbj (22. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570138844
  • ISBN-13: 978-3570138847
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
  • Originaltitel: Wings

 

Wem die Autorin Aprilynne Pike unbekannt vorkommt, Elfenkuss ist der Debütroman der Amerikanerin. 2007 entstand die Idee zu der Geschichte von Laurel, und es wurde ein Besteller daraus.  2009 in Amerika erschienen, stürmte der Debütroman "Wings " die Charts nach oben, im April 2010 erschien der Folgerom "Spells: A new kind of faerie tale" und zu Beginn 2011 wird Band 3 "Ailes" erscheinen. Band zwei ist momentan nur au Englisch im deutschsprachigen Raum erhältlich.Die deutsche Ausgabe von "Wings" ist unter dem Titel "Elfenkuss" im cbj Verlag (Random House) seit  März 2010 erhältlich

Laurel ist ein Teenager, steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Mit ihren Adoptiveltern ist sie neu in einer typischen amerikanischen Kleinstadt, Crescent City. Ihr Vater hat die Möglichkeit genutzt einen Buchladen zu übernehmen, die Mutter ist Naturheilpraktikerin, dies ist auch ein Grund warum Laurel noch nie in ärztlicher Behandlung war. Für Laurel ist nicht nur die Schule neu, sondern auch der Schulalltag, wurde sie doch bis dahin von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet. Doch am ersten Tag in der Schule wird alles besser als befürchtet. Ein Mitschüler, David, nimmt sich des Neuankömmlings an. Beim Mittagessen zeigt sich eine weitere Eigenheit von Laurel, auf ihrem Speiseplan steht nur Gemüse, nur ab und zu ein Sprite oder ein paar Dosenpfirsiche. Passenderweise ist der Name der Protagonistin auf deutsch "Lorbeer".  Zusammen mit David wird ihr der Neuanfang erleichtert, wird in der Clique aufgenommen und aus Freundschaft wird Zuneigung -bis sie eines Tages einen Knubbel auf dem Rücken spürt, zuerst als einfacher Pickel ,der ein wenig größer geraten ist, abgetan, wird dieser jedoch größer und größer  bis etwas auf ihrem Rücken wächst,blau und weiß,durchsichtig, etwas Zauberhaftes.

 

Hier zeigt es sich wie durchdacht die Geschichte ist, es sind keine Elfenflügel die hier zum Vorschein kommen sondern eine Blüte. Laurel wird gezwungen sich mit ihrer neuen Situation auseinanderzusetzen mit Hilfe von David gelingt es ihr, hinter ein paar körperliche Geheimnisse zu kommen, praktischerweise hat er Biologie als Hobby., und aus wissenschaftlicher Sicht erfährt der Leser viel Neues über die Physis der Elfen.

Doch noch merkwürdiger wird die Situation als Laurel mit ihren Eltern ihr altes Zuhause aufsucht , und dort im Wald einem geheimnisvollen jungen Mann begegnet. Tamani,ein Frühlingself, ein Wächter und Beschützer,  geheimnisvoll und doch Laurel merkwürdig vertraut, verwirrt sie zuerst noch mehr, vor allem als er sie anfleht zu verhindern das ihr alte Zuhause von dem mysteriösen Mr. Barnes gekauft wird. Noch mysteriöser da bei allen anderen potieneillen Käufer des Anwesen in dem Redwood-Nationalparks einfach aus deren Erinnerung gelöscht wurde.

Durch diesen Mr. Barnes geraten David und Laurel in Gefahr, vor allem als ihr Vater plötzlich scheinbar unheilbar erkrankt, und im Sterben liegt. Orks, widerliche Wesen sind die Handlanger des Bösen und wollen um jeden Preis das Grundstück in ihre Hände bekommen, schrecken auch dabei vor Mord nicht zurück.

Tamani, der inzwischen Laurel einiges aus ihrer Vergangenheit verraten hat, kommt den beiden zu Hilfe, gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen Barnes und die Orks auf.

Mehr und wie die Geschichte ausgeht wird nicht verraten, es soll auch für die Erwachsenen etwas an Spannung erhalten bleiben.

Pike verbindet in ihrer Geschichte viel Neues und mit einigem bekannten, erschafft aber die Welt der Elfen neu. Ihre Elfenwelt ist neu und aufregendend, sie schafft eine neue Spezies in der Welt der Phantasie. Nur mit den Orks ist die Autorin nicht gerade auf Gegenliebe bei mir gestoßen,  diese sind für mich die Wesen des britischen Schriftstellers Stan Nicholls,oder eines der zahlreichsten Völker Ardas aus der Welt Tolkiens, aberkeine Trolle. Hier vermisse ich die Phantasie der Autorin, eine neue Art zu schaffen wäre hier besser gewesen. Lässt sich doch Pike in Bezug auf die Welt der Elfen sehr viel Neues einfallen und bewegt sich weg von den  vor allem den keltischen Mythen.

Die Geschichte eines Elfenmädchens, das in die Welt der Menschen verpflanzt wird, um ihre Welt -  Avalaon zu retten und zu beschützen ist voller Magie, Romanik und Liebe. Durch das Erscheinen des jungen Elfenmannes, bekommt David einen Nebenbuhler, der sehr lange schon mit Laurel verbunden ist. Während die Liebe zu David als romantisch, als typisch erste Liebe beschrieben wird, ist in der Beziehung zwischen Laurel und Tamani schon einiges an Leidenschaft zu spüren, mehr Wildheit und auch Vertrautheit.

Es werden Mythen, etwa die Geschichte rund um Avalaon, dem Schwert Exalibur mit dem Leben eines amerikanischen Teenagers verknüpft, einiges hätte sich noch ausbauen lassen, so sind manche Übergänge etwas zu schnell geraten, die Gefühle von Laurel, und vor allem der innerliche Zwiespalt nach Entdeckung ihres wahren Ichs hätten mehr Aufmerksamkeit verdient. Durch die Schaffung einer Dreieckbeziehung wird es etwas prickelnd, der Frühlingself bildet einen starken Gegenpart zu dem weltlichen David. Wird mit Ende des Buches der Erzählbogen wie erwartet geschlossen,  werden doch nicht alle Rätsel rund um Laurel bereits im ersten Band der geplanten Tretalogie gelüftet

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, auf das Alter der jugendlichen Leser zugeschnitten. Ohne lange Phrasen und Sätze entführt die amerikanische Autorin in eine farbenprächtige und phantasievolle Welt. Im Vergleich zu den Romanen die zur Zeit am Markt sind, wo es sich hauptsächliche um düstere und dunkle Vampirromane handelt eine erfrischeinende und heitere Abwechslung. Verkörpern die Figuren von Stephenie Meyer, die sich auf dem Cover zu dem Buch äußert, das Dunkle- die Nacht sind es bei Aprilynne Pike das Helle- die Sonne.

Das Buch lässt sich aus Sicht eines Erwachsenen zu leicht lesen,verlockt aber dazu sich in der Welt der Elfen von der Phantasie beflügeln zu lassen. Das mag über manche Schwachstellen des Buches hinwegtrösten, ist es doch eindeutig für jünger Leser geschrieben. Die Autorin verwebt Elemente von Thriller, Liebesgeschichte und Märchen gekonnt miteinander, aber es wäre gut wenn hier die Spannung etwas mehr und länger andauern könnte.  Auf jeden Fall gibt das Buchregal hier eine Empfehlung dazu ab,  das Buch zu kaufen, es verlockt zum Lesen schon alleine durch die schöne Gestaltung des Covers, birgt Lesevergnügen, und ich nehme stark an das die Folgebände einiges an Dynamik und Spannung noch dazugewinnen werden.

Unverständlich bleibt für mich aber die Übersetzung des Titels von "Wings" auf "Elfenkuss" , vor allem auch da der zweite Teil im englischem "Spells: A new kind of faerie tale" heisst und fairy eigentlich Fee bedeutet. Laurel lässt sich aber meines Erachtens weder in das eine noch andere Schema pressen, eine Mischung aus beiden.

Nicht verwunderlich hingegen ist es ,das sich eine großer Medienkonzern die Filmrechte gesichert hat, es bleibt nur zu hoffen das hier nicht wieder der Kommerz siegt und das Buch auf der Strecke bleibt.

 

Nun zu dem Buch aus der Sicht meiner  Co Rezensentin  Alexandra 16 Jahre:

 

In einer Zeit, in der anscheinend Vampirromane die Welt beherrschen, lässt uns dieser Roman wieder an die zauberhafte, wunderschöne Welt der Elfen erinnern.

Laurel plagen typische Teenagerproblem: sie kommt in eine neue Highschool, der Schwarm vieler Mädchen freundet sich mit ihr an und plötzlich ist ein Knubbel da, der immer größer wird. Doch wenn aus einem Knubbel eine wunderschöne Blüte wird, aus Freundschaft Liebe wird und Elfen den Verkauf eines Hauses sabotieren, heißt es:

Herzlich Willkommen in der Welt voller Elfen, Orks und einer Legende, die weit ins Mittelalter reicht.

Aprilynne Pike schuf eine ganz neue Welt der Elfen, die sofort ein Bestseller wurde. Wer braucht schon einen kalten, harten Vampir, wenn man doch einen Jungen findet, der für seine Freundin sein Leben aufs Spiel setzt, ihr Geheimnis hütet und auch noch gut aussehend ist. David Lawson bringt allein durch seine Freundschaft zu Laurel Mädchenherzen zu Schmelzen und als dann noch der Elf Tamani auftaucht, ist es doch zuviel des Guten. Laurel gerät in eine Dreiecksbeziehung, wobei sie sich ihrer Gefühle für Tamani nicht sicher ist. Anscheinend kennen sie sich länger, aber da Laurels Gedächtnis gelöscht wurde ( sie könnte den Menschen doch von ihrer geheimen Identität als Elfe verraten), wird es auch nicht leichter.

Etwas Spannung kommt auf, als Orks Laurels Pflegevater vergiftet um an das alte Haus ran zu kommen. Doch dieses alte Haus ist nicht nur alt, sondern auch noch der Eingang zu Elfenwelt „Avalon“. Dieses Tor wurde bereits im Mittelalter von König Arthus geschaffen, so bekommt auch das Schwert Excalibur und die Ritter der Tafelrunde eine ganz andere Bedeutung, eine magischere und nicht viel weniger blutrünstige Bedeutung.

Das Ende kommt viel mehr überraschend und ist auch ein klein wenig offen. So kann man selbst spekulieren wie es weiter geht oder auch sein eigenes Happy End (oder auch Bad End) schaffen. Der zweite Teil mit dem englischen Titel „ Spells“ ist bereits im englischsprachigen Raum erhält bar und wir können nur hoffen, dass die Übersetzer sich beeilen um noch einmal mit Laurel, David und Tanami weiter zuträumen.

Doch wie immer liegen Lob und Kritik nah bei einander. So muss man bemerken, dass der Roman sehr einfach geschrieben ist und manche Sätze kurz sind. Auch der Übergang von der plötzlichen Erkenntnis über das böse Vorhaben der Orks und der fast Ermordung von Laurel und David, ist etwas zu sprunghaft aber wäre er auch zu lang, würde es langweilig sein, also hat die Autorin nur knapp die Mitte zwischen zu kurz und zu lang verpasst.

Die Idee der Autorin aus den Elfen, die wir schon aus Eragon und andere Fantasywelten kannten, plötzlich zu Pflanzen zu machen, ist originell und auch sehr gut gelungen.

So wollen wir hoffen, dass die Magie dieses Bestsellers nicht durch die Verfilmung ( „Disney“sicherte sich sofort die Rechte) zerstört wirdà siehe Eragon

So bräuchte man den idealen Regisseur ( wobei für mich nur Peter Jackson, der mit „Herr der Ringe“ einen Meilenstein der Filmgeschichte schuf) und auch die ideale Besetzung.

So würde „Hannah Montana“ Star Miley Cyrus den ganzen Zauber dieses Buches zerstören. Denn ( es steht auch eindeutig im Buch !!) Elfen sind zerbrechlich, durchscheinend und zart und wirklich keiner kann nun ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass Miley Cyrus wie eine Elfe aussieht!

 

Zur Leseprobe - im Buch lesen

 

Die Autorin:

Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Um diese Liebe zum Beruf zu machen, studierte sie kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. Aprilynne Pike lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Utah. „Elfenkuss“, ihr erster Roman, machte sie in den USA über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin.

 

 

 
für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner