Get Adobe Flash player
Follow us on Twitter

postheadericon Buchpräsentationen-Lesungen

postheadericon Keim der Furcht

 

  • Gebundene Ausgabe: 451 Seiten
  • Verlag: Projekte-Verlag Cornelius; Auflage: 1 (5. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
Kindersoldaten, Bürgerkrieg und Waffenhandel-  mittendrin ein deutscher Diplomat der mehr oder weniger unfreiwillig in die Schusslinie gerät.
Vor der Küste Somalias treiben Piraten ihr Unwesen, aus Geldgier kapern sie die großen Schiffe der westlichen Konzerne. Vor laufender Kamera wird gemordet, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, Ärzte die um zu helfen in das Krisengebiet des Landes reisen um der Bevölkerung zu helfen, werden überfallen und getötet.
Hartmann reist zum ersten Mal auf den afrikanischen Kontinent, das Leid der Flüchtlinge trifft ihn, trotz der diplomatischen Berichte die ihn vorab informiert habe, wie ein Schlag ins Gesicht.
Auf dem Papier sind es nur Zahlen, in Wirklichkeit sind es Menschen, Kinder, Frauen und Männer die am Verhungern sind. Teils durch die Trockenheit, aber auch durch die andauernden Bürgerkriege in ihrem Heimatländern sind sie gezwungen, auszuharren, zu warten , auf die rettende Hilfe aus dem Westen oder auf den Tod.
Von ihrem Elend, vom Krieg profitieren unter anderem auch Waffenhändler, Menschen ohne Skrupel, für die ein Menschenleben nichts wert ist.
Waffenhandel, die politische Situation in Afrika, vor allem im Grenzgebiet zu Äthiopien und Somalia sind die Hauptstränge in dritten Band.
Steffen Bärtl greift wie immer aktuelle politische Themen auf, verpackt sie in eine komplexe Handlungsgeschichte. Mit der Erschaffung des Diplomaten Andrè Hartmann hat er eine Art Anti James Bond erschaffen. Der deutsche Diplomat, der zwischen der Sorge um seine Frau Renate, die im zweiten Teil das Schicksal erleidet an den Rollstuhl gefesselt zu werden, seinem Pflichtgefühl seinem Land hin-und hergerissen ist, kommt durch seine Art sehr symphatisch an. Kein James Bond, sondern ein Mann wie von nebenan, der tagtäglich in sein Büro fährt, aber der durch Ereignisse unfreiwillig mit den Machenschaften der Geheimdienste auseinandersetzen muss. Ein Mann der erkennt, das zwischen offiziellen Papier und der Wirklichkeit ein riesiger Unterschied besteht.

 

 

Leseprobe:

„Gott lässt den Menschen leben! Gott lässt die Tiere leben! Gott lässt alles um uns herum erblühen und ergrünen! Gott lässt das Wasser fließen und die Vögel am Himmel fliegen! Gott ist Schöpfer des Lebens!

Es war einst unser Glaube, als wir Stämme noch unabhängig waren, ohne dass der weiße Mann vom fernen Land hier her kam und alles veränderte, was dem weißen Mann gefiel. Mit dem weißen Mann kam Unterdrückung und Tod, kamen Kriege, Folter und Vernichtung, kam Zerstörung, Elend und Hass. Der Weiße hasste den Schwarzen, der Schwarze hasste den Weißen. Und jeder fand einen Grund zu hassen. War es nicht die Hautfarbe, dann war es die Religion, dann war es der Charakter der Schwarzen, dann waren es unsere Bodenschätze, die man sich aneignete. … Ja. Auch wir lernten zu hassen. Und dieser Hass führte zu Unterdrückung und Krieg. Einen Krieg, der weitestgehend immer noch anhält. Dieser Krieg vernichtete Menschen – Menschen die nie in diesen Krieg ziehen wollten, aber vom Hass dazu getrieben wurden. Sie wollen wissen, warum wir das Stückchen Land FELD DES TODES nennen?

Weil der Acker vom Blut der Toten getränkt ist. Vor fast sechzehn Jahren hatten sich die Blauen und die Schwarzen einen Krieg geliefert, der unzählige Tote lieferte …“

„Was meinte sie mit BLAUE?“, fragte Lundborg flüsternd zu Bawaneé.

„Blauhelme.“ ,flüsterte er zurück.

„Um eine Epidemie zu verhindern wurden sämtliche Toten in ein Grab gelegt. Erde wurde mit monströsen Maschinen über die Toten geebnet. Vor fünf Jahren wurde dieses Feld wieder dem Ackerbau zugänglich gemacht. Es war das beste Ackerland, dass wir hatten. Doch seit den Bestattungen der Toten, wuchs kein Grashalm darauf. Als wäre dieser Acker verflucht. Als würde sich Gott weigern, des Menschen Untat mit Leben zu belohnen. Seit Jahren versuche ich mit meiner Familie diesen Acker zu bestellen. Er ist zu trocken und mit dem Fluch des Todes belegt!“

Die alte Frau erhob sich und lief in ihrem Tempo wieder auf den Acker hinüber, nahm ihren Lederkorb wieder auf, schnallte ihn sich hinterm Rücken fest und machte da weiter, wo sie aufgehört hatte.

 

 

amazon.de

Winter-Schluss-Verkauf bei buch.de!

amazon.de

buecher.de - Bücher | Online | Portofrei !

 
für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner