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Land der Diebe

  • Gebundene Ausgabe: 238 Seiten
  • Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (15. März 2011)

 

Corruptus (lateinisch), die Bestechlichkeit ,hat eine lange Tradition in der politischen Geschichte. Aktiv oder passiv ausgeübt hat sie nur ein Ziel, sich einen Vorteil zu erschaffen. Schmiergeldzahlungen, Vorteilsgewährung oder die gute alte Vetternwirtschaft. Korruption hat heute viele Gesichter und ist in manchen Bereichen strafbar, in manchen fällt sie durch das Strafgesetzt, aber sie ist eines moralisch nicht vertretbar. Wer glaubt das alles kommt nur bei den anderen vor, nur nicht bei uns in Österreich, der irrt leider. In der Vergangenheit durch die Homepageaffäre (Grasser) oder durch den in den letzten Tagen in die Schlagzeilen geratenen ehemaligen Innenminister Strasser. Immer vermehrt dringt das Bewusstsein durch, auch im Staate Österreich ist so manches faul. Nicht vielen ist es bekannt das es bei uns in der Alpenrepublik eine Korruptionsstaatsanwaltschaft ( KStA) gibt, sieben Staatsanwälte gegen das System der Bestechlichkeit, erinnert ein wenig an die "Glorreichen Sieben" im Kampf gegen die "Haberer".

Kurt Kuch begibt sich als Don Quichotte von Österreich auf in den Kampf gegen das Stillschweigen, das Dulden, das Verschweigen und die Vertuschungen in der österreichischen Politiklandschaft. Wer glaubt Korruption herrscht nur in den Chefetagen der Politik vor, der irrt leider. Nun, oder können Sie mir die Frage beantworten warum ein eine Ofenrohrfirma einem damaligen Abgeordneten des Wiener Landtages ein Honorar für eine Marktbeobachtung zahlt, für den kroatischen Markt ? Oder warum ein Justizminister noch zusätzlich zu seinem ministerialem Gehalt noch Geld von einer Rechtsanwaltskanzlei bekommt? Nun sicher nicht weil die Politikergehälter weit unter dem Kollektivlohn eines normalen Arbeiters liegen, hier würde es man ja verstehen, sondern weil in Österreich jeder jeder Partei Geld zukommen lassen kann ohne das es verboten ist oder das es öffentlich wird. Es gibt hier kein Gesetz dagegen. Rein theoretisch könnten Sie ihrem Volksvertreter ihr mühsam erspartes Geld in die Hand drücken und wenn Sie dafür eine kleine Gegenleistung, ein Dankeschön, mehr als einen feuchten Händedruck erwarten, wer könnte es Ihnen verübeln? Moralisch und ethisch gesehen eine andere Sache. Unsere Politiker, die von uns gewählten Vertreter des Volkes, verdienen wahrlich nicht schlecht, Zulagen, Spesen, ein paar Nebeneinkünfte, ist man Landwirt noch ein paar Förderungen dazu, ja als Politiker kann man sich sein Konto schon auffüllen, wenn man will.

 

Aber es gibt sie die Streiter die aufzeigen und anzeigen. So z.B.. Landesrechungshofdirektor Katzmann, der 2009 veranlasste das Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl ( ÖVP) angezeigt wurde, Verdach des Missbrauches der Amtsgewalt. Hier ging es um die Causa Strem, ( für nicht Burgenländer mehr hier dazu). Als Folge kam es zu einem Beschluss im Nationaltag wo die Überprüfung von Gemeinden neu geregelt wurde, eigentlich sinnvoll, wenn ja, wenn die Überprüfungen unangemeldet, ohne Voranmeldung durchgeführt werden könnten. Sie räumen ja schließlich auch auf , wenn Besuch erwartet wird.

Meischberger, Böhmdorfer, Eurofighter, Hypo oder einfache Bürgermeister, die Gesichter der Korruption in Österreich sind vielschichtig. Der Autor zeigt auf, hinterfragt und klagt an wie leicht es in Österreich ist Gesetze zu umgehen, Verfahren zu verschleppen und das Lobbyisten ungeniert die Hand aufhalten können, ohne Angst vor Verfolgung oder Verlust ihrer politischen Ämter haben zu müssen. Er geht mit Österreich hart in Gericht, die Fakten sind für den Steuerzahler, den Wähler nicht gerade leicht verdaulich. Schon in seiner Eigenschaft als Chefreporter und Ressortleiter (Innenpolitik) der Verlagsgruppe News, hat er öfters dafür gesorgt das leichtes Unwohlsein, ein kleiner Druck, ein leichtes Regen des schlechten Gewissens bei so manchen Volksvertretern auftrat, sein aktuelles Buch wird sicher nicht gerade die Lieblingslektüre von einigen werden. Jeder Partei hat ihren Platz bekommen, zu Recht. Gründlich recherchiert , informiert "Land der Diebe" über etwas das unter der Mantel der Verschwiegenheit, des Deckmantel des Schweigens vor sich geht, wohl versteckt und auch verheimlicht vor dem Volk. Kuch sorgt dafür das dieser Mantel wegzogen und zum Lüften aufgehängt wird. Korruption, Bestechung, Lobbyismus, gegen Ethik und Moral ein Kampf in Politik, Kurt Kuch hat dafür gesorgt das einen neue Runde eröffnet wurde, mit einer neuen Spielfigur, nämlich die des informierten Lesers, der sich nicht länger für dumm verkaufen lässt.

Kurt Kuch, geboren 1972 in Oberwart, ist seit 1996 für das Nachrichtenmagazin „NEWS“ tätig, wo er seit 2005 die Position des Chefreporters und ab 2009 zusätzlich die des Ressortleiters Innenpolitik innehat. Alfred Worm lobte ihn als den besten Enthüllungsjournalisten der jüngeren Generation.

Kurt Kuch deckte zahlreiche Affären und Skandale auf, die das ganze Land erschütterten, darunter die Akte Hypo-Alpe-Adria, die BUWOG-Affäre, die Affären rund um den Eurofighter-Ankauf, die EU-Spesenaffäre, den Spitzelskandal. Seine Veröffentlichungen wurden in internationalen Magazinen und Zeitungen zitiert, unter anderem in der „Washington Post“, dem „Philadelphia Inquirer“, „USA Today“, der „Zeit“, der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Welt“.

Kurt Kuch ist Autor der Bücher „Haider – Schatten über Europa“ (gemeinsam mit Hans Henning-Scharsach)

und „Bei Hitlers – Zimmermädchen Annas Erinnerungen“

 

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für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner