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Moormond: Ein Südengland Krimi

  • Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
  • Verlag: Verlagshaus Hernals; Auflage: 1 (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902744022
  • ISBN-13: 978-3902744029
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,8 cm

 

Das Burgenland ist ja berühmt für seine Weine, die wunderbare Landschaft, den Neusiedlersee mit den Mörbischer Festspielen und bald auch dafür bekannt das hier in bester englischer Tradition Krimis geschrieben werden. Nicht der im Abendwind wogende Schilfgürtel des Neusiedlersees. oder die Weinkeller des Südburgenlandes sind der Hauptplatz des Krimis sondern good old England. Besser gesagt das düstere Bodmin Moor im nördlichen Cornwall. Gab es schon immer Erzählungen über die Bestie von Bodmin Moor, die nie gesichtet sondern nur unzählige tote Schafe hinterließ, scheint nun jemand anderer dort zu Morden, und  keine Tierkadaver auf sondern Leichenteile. die aus den dunklen Tiefen des Sumpfes auftauchen.

 

Als ein paar Möchtegernrambos ein abenteuerliches Wochenende im Moor verbringen, um  als Pseudosoldaten verkleidet durch den Sumpf robbend sich als echte Kerle fühlen wollen, vergeht dies ihnen sehr,sehr schnell. Das Weiche, das einer ertastet ist kein entsorgter Reifen, sondern Fleisch, verwesendes Menschenfleisch.

Und als immer mehr Leichen entdeckt werden, werden von der örtlichen Polizei Chief Inspector John Andrews aus York und die Kriminalpsychologin Diane Higginson zur Hilfe gerufen.Eigentlich wollten die beiden nur einen Wanderurlaub gemeinsam verbringen um einmal in Ruhe ausspannen zu können. Das Ermittlerpaar,  deren Privatleben doch unter dem sich nicht nach der Uhr richteten Arbeitsalltag leidet, Mörder richten sich ja bekanntlich nicht nach den Dienstplänen der Polizei, will eigentlich nur ein paar Tage aushelfen. Doch die Brisanz des Falles, die Grausamkeit und die vielen Rätsel nehmen sie gefangen und sie wollen die Bestie zur Strecke bringen.

Josef Oberhofer bringt hier eine Krimi zur Papier der alles beinhaltet was man braucht um den Leser zu fesseln. Dadurch das hier drei Sichtwesen erzählt werden, die der Ermittler, der Opfer und des Mörders wirkt die Geschichte lebendig. Wer kennt nicht Inspektor Barnaby von Caroline Graham oder Inspektor Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers von Elisabeth George? In dieser Tradition hat der österreichische Autor ein neues Ermittlerpaar erschaffen. Einen logisch, teils analytisch denkenden Chief Inspector und als Gegenpart die Psychologin, welche in die düstern Seelenwelten der Mörder eintaucht. Ohne zu sehr abzulenken, geht Oberhofer aber  auch auf die Umgebung, die Landschaft und das alltägliche Leben am Schauplatz ein, schafft es damit das Gebäude, Menschen und die Landschaft vor dem innern Auge entstehen , einer Landschaft die schon Daphne du Maurier inspiriert hat.

Hier gibt der österreichische Krimi ein sehr starkes Lebenszeichen von sich, es würde mich freuen wenn hier eine neue Krimireihe entstehen würde, jenen Leser die Krimis in der Schriftweise der Crimeladies lieben kann ich das Buch wärmsten empfehlen. Am besten  einfach mal im im Buch lesen. Mehr über die österreichische Krimiwelt und deren Autoren ist der Plattform www.Krimiautoren.at zu finden.

 

Josef Oberhofer

geb 23.Dezember in Weppersdorf

HS-Lehramt für Deutsch und Biologie/Umweltkunde).

Schon in der Gymnasialzeit schrieb er zahlreiche utopische Romane, doch an Veröffentlichung war damals nicht zu denken. Nach einer langen schriftstellerischen Pause begann er sich für Kriminalliteratur zu interessieren. Vor allem Romane aus Großbritannien haben es ihm angetan, und so war es nur ein kleiner Schritt bis zu dem Entschluss, die Handlung seiner zukünftigen Werke ebenfalls dort anzusiedeln.

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für den Inhalt verantwortlich Barbara Lechner