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Schattenarmeen

Schattenarmeen

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Residenz; Auflage: 1 (17. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701731675
  • ISBN-13: 978-3701731671

 

Wenn der Mitbegründer und stellvertretender Leiter des Essener Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik ein Buch veröffentlicht in dem es über die Geheimdienste der islamischen Welt geht,dann ist das kein leichter Lesestoff aber ein sehr spannender und informativer.

Eines haben die Geheimdienste gemeinsam, sie sind in der Wahl ihrer Mittel nicht gerade zimperlich, und morden und foltern mit dem Segen ihrer Regierung.

Iran, Syrien, Libyen,Ägypten, Palästina,Saudi Arabien und Irak,sie beherbgen unter dem schützenden Mantel des jeweiligen Regimes Geheimdienstorganisationen die vor fast nichts zurückschrecken. Zahlreiche Terroranschläge sorgten in der Vergangheit für Zerstörung und Tote. Das Inferno von Lockerbie, Flug Uta 772 sind wohl jene die den meisten in Erinnerung geblieben sind.

 

Der Überfall auf die Opec-Zentrale 1975 oder die Kurdenmorde in Wien im Jahr 1989 und die Hintergründe die zu diesen terrosichten Taten führten zeigen, das die Geheimdienste überall im Verborgenem arbeiten. Geht das meiste im Geheimen vor sich,unbemerkt von der westlichen Welt,nur selten dringt es in die Nachrichten vor. Wenn aber Staatsterror als Staatsschutz dient  fragt man sich wo hier die Menschlichkeit bleibt, ob sie überhaupt vorhanden ist.

Neben den einzelnen Geheimdiensten wird auch der politische Hintergrund und die Politik der islamischen Welt dargestellt. Teilweise ist es nicht leicht zu verdauen was hier zu Papier gebracht wurde, Grausamkeiten werden als das dargestellt was sie sind, Unmenschlichkeiten ohne Gefühl. Die Ermordung des libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafiq Hariri 2005, die Kurdenmorde im griechischen Restaurant Mykonos in Berlin 1991, unzählige Morde, Entführungen und Folterungen gehen auf das Konto der Machtinhaber. Oppostionspolitiker, Regimekritiker, Journalisten oder auch unschuldige Bürger sind die Opfer. Ihnen gibt Wilhelm Dietl ein Gesicht, sorgt  das sie nicht vergessen werden, nennt Opfer aber auch die Täter und die AUftraggeber.Er liefert Informationen, Hintergründe und Nachrichten abseits der offiziellen Nachrichtenwelt.

Dadurch das Dietl sehr ins Detail geht, stellt sich die Frage woher hat er all diese Informationen? Namen, Daten und Fakten, alles wird hier auf den Tisch gelegt und füttert den Leser mit einer Unzahl an Informationen die jeden Agententhriller in den Schatten stellen. Wien findet man sehr oft  in dem Buch, ist es doch noch immer eine internationale Drehscheibe in der Politik, sind  fast 17 ooo Diplomaten hier in den verschiedensten Institutionen beschäftigt.

1982 heuerte der BND  Dietl an, und bis 1993 war er unter dem Decknamen "Dali" selbst ein Geheimdienstler. Nachdem 2006 Dietl in das Kreuzfeuer seiner journalistischen Kollegen geriet, und vom BND kein offizielles Demeniti kam, schreib Dietl sein erstes Buch, das sich mit der Thematik der Nachrichtendienste auseinahndersetzte. („Deckname Dali. Ein BND-Agent packt aus“).

 

Der Autor:

Wilhelm Dietl

geb. 1955 in Bad Kötzingen

deutscher Journalist war in den vergangenen 25 Jahren unter anderem für Stern, Spiegel und Focus tätig.

Er ist stellvertretender Leiter des Essener Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik und Autor zahlreicher Bücher.

mehr über den Autor

 

 

 

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Deckname Dali