Buchpräsentationen-Lesungen
Tír na nÓg. Der Auserwählte

- Broschiert: 230 Seiten
- Verlag: Acabus; Auflage: 1 (24. November 2011)
- Sprache: Deutsch
Tausend Jahre nach der Katastrophe, der 16-jährige Cornelius, muss die Bruderschaft verlassen, bald muss er den Ort Corpus Mortui verlassen. Es ist ein düsterer Ort, ein dunkles Zeitalter. Eine Reise steht ihm noch bevor, mit seinem neuem Meister Aki, eine Reise von der nicht weis was sie ihm bringt, was am Ende auf in wartet.Cornelius verlässt der Bruderschaft der Archivare. Eine Bruderschaft die das Geheimnisse der menschlichen Geschichte bewahrt und erforscht, man könnte meinen moderne Historiker, aber die Welt ist nicht mehr so wie wir sie kenne.Etwas passierte vor einem Jahrtausend, wurde die es Offenbarung Wirklichkeit, stieg das Tier empor- was war es? Niemand weis es, es wurde vergessen..
Der oberste Rat, hat Meister Aki ausgewählt um das Rätsel vom Armageddon der Geschichte zu lüften, er wählte Cornelius. Einen aus vielen, aber der eine aus allen.Aber nicht nur sie sind auf der Suche, auf der Reise, auch eine schöne junge Frau ist auf der Suche. Eine angenehme Reisebegleitung, nun in diesem Falle sicher nicht, ist sie doch ein Metamorph, ein Gestaltenwandler, kein Mensch, eine Kreatur, ein Meuchelmörder. Neue Gestalten, neue Tiere, neue Zivilisation, aber das Wissen der Technik hat überlebt, es gibt Raupenbusse, Fusionsreaktoren, Waldkinder, Dromare und Steppogos, kleine schwarze Puppen. Kein Kinderspielzeug sondern mentale schwarze Parasiten, hervorragend geeignet jemanden zu manipulieren, wie Cornelius bald selbst erfahren muss.Sein Drang nach der Ferne, um Neues zu entdecken war nicht sein eigener Wille, sondern von den Ältesten , des Rates von denen die das Geschick des Nordlandes leiten. Er sei der Auserwählte, er alleine ist im Besitz des Universalschlüssel der benötigt wird um das Schild zu öffnen. Cornelius alleine ist die letzte Hoffnung, denn Nordland steht am Abgrund, wieder einmal muss die Welt gerettet werden.
„Tír na nÓg. Der Auserwählte“, ist (k)ein Endzeitroman. Ein Roman der vieles in sich vereint. Auf der einen Seite ist Cornelius, ein junger Mann, der in eine Rolle gedrängt wird, die zu übernehmen ihm schwerfällt, wer will schon der Auserwählte sein. Aufgewachsen in einer Welt die anders ist, doch warum? Das Rätsel der Vergangenheit zu lösen, keine leichte Aufgabe für einen sechzehnjährigen, kein Kind mehr, aber auch noch kein Mann. Hätte der Autor hier einen Erwachsenen in die Rolle des Hauptprotagonisten gezwängt, wäre es nur ein Roman im Stile von Filmen wie Mad Max und Planet der Würmer, gespickt mit etwas Star Wars. Aber die Rolle des Schülers passt perfekt. Jugendliche in diesem Alter, egal in welcher Welt sie aufwachsen hinterfragen, lassen sich nicht so leicht mit Phrasen abspeisen. Tír na nÓg ist keine Worterfindung des Autors, sondern stammt aus der irisch-keltischen Mythologie, Dort ist er in der Anderwswelt ein mystischer Ort, übersetzt heißt es “Land der ewigen Jugend“. Als Anspielung sind hier die Alten, die Ältesten in der Geschichte, sie scheinen unsterblich zu sein, haben die Katastrophe überlebt, aber auch sie wissen nicht was passierte? Oder wollen sie aus einem speziellen Grund ihr Wissen nicht preisgeben. Warum die Reise ins Land der Jugend? In der Geschichte liegt dieses geheimnisvolle Land im Südmeer, während die Reise dorthin durch Nordland führt, eine Insel aufgeteilt in Zonen, Königreiche, ganz oben Kautoganka, die Festung im Ewigen Eis. Nicht alle sehen in Cornelius den Retter, für manche ist er nur ein tollpatschiger Junge, das Ergebnis eines Zuchtprogrammes. Doch warum will Santan den Jungen, seinen Schlüssel zurück, warum kommt zu ihm , dem Herrn der Feste, der Gesandte des Abgründigen Gottes um sich mit ihm zu verbünden? War es am Ende doch die Offenbarung des Johannes die Wirklichkeit wurde?
Sean O´Connel verwebt hier Elemente von alter Kulturen mit dem Genre der Science Ficton, vor allem mit postapokalyptische Szenarien. Die Suche nach dem Schlüssel, nach der Rettung, der Auserwählte, vor allem die Auswirkungen die, eine dem Leser unbekanntes Ereignis auf die Menschheit hatte. Er deutet nur an, verrät nicht, lässt einen spekulieren, waren es kosmische Einflüsse, Atombomben, oder etwas an das die Menschen zwar glauben, es aber nicht für möglich halten das es wirklich eintrifft. Oder sind die Götter neue Götter, erschaffen eben durch dieses? Ist nur ihre Seele unsterblich oder auch ihr Körper?
Wer Science Fiction und auch Fantasy mag darf hier ruhig zugreifen, er wird nicht enttäuscht sein. Vor allem das hier so gut wie kein Blut fliest, es ist auch anders möglich Spannung zu erzeugen. Was ist Fantasy, was ist aus der Realität übernommen, es bleib zu gut verwoben. Vor allem das immer wieder neue Spuren, neue Figuren auftauchen macht die Handlung abwechslungsreich. Zwar steht Cornelius als der „Auserwählte“ im Vordergrund, muss aber zu Gunsten der Handlung ab und zu in den Schatten treten und anderen den Vortritt lassen. Die Personenbeschreibungen sind zwar ausreichend, aber durch die Einfliessung der schon erwähnten Anspielungen kann sich der Leser selber in der Phantasie ein eigenes Bild machen, Wörter wie Schwefelgestankt lassen da an eines(n) denken......
Gleichzeitig erinnert es aber auch an die Suche nach dem Rätsel der Unsterblichkeit, leichte Ähnlichkeiten mit der Denkweise des Klerus im frühen Mittelalter lassen sich nicht vermeiden. Auf der einen Seite die Obrigkeit, die nicht in Frage gestellt werden darf, auf der anderen Seite Geheimnisse die es zu ergründen gibt, und jene die es in Frage stellen und damit das Weltbild gefährden.
Parabeln zur heutigen Gesellschaft sind genug vorhanden, der Unternehmer der alles kaufen kann, die Gier nach Technik und Fortschritt, Ausbeutung, unverbesserliche Optimisten, diese wird es immer geben, egal was passiert.
Tír na nÓg. Der Auserwählte 1 Leseprobe - Blick ins Buch
Nun aber zum Schreibstil, was bleibt hier groß zum Sagen, außer das bereits nach einigen Absätzen sich eine Meinung zu bilden beginnt, die sich nach wenigen Seiten verfestigt. Hier tobt sich jemand so richtig aus, der Autor ist mit so viel Spaß und Lust am Erzählen, dass es nur Freude macht. Es macht für den Leser einen großen Unterschied ob ein Autor nur Phantastisches schreiben will und es oft nicht schafft dieses als solches zu verkaufen da er sich in unglaubwirkliche Beschreibungen, technischen Firlefanz oder zu viel Gewalt ins Spiel bringt, oder ob er es kann. Phantastisches ist das was die Phantasie des Lesers erweckt und ihn das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Die Erschaffung einer solchen Welt, eine komplexen, neuen Gesellschaftsstruktur zeigt das der Schreiber dieses Romans sich hier auch eingehend mit den Hintergründen und auch Vorlagen zu seiner Welt beschäftigt hat vorallem auch große Erfahrung im Schreiben besitzt.
„Tír na nÓg“ erschien in der Hörbuchfassung (Dvd) im Action-Verlag bereits im Oktober 2010 und war vier Wochen in den Top-10 bei audible.de. Der zweite Teil von „Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt“ (Roman, Printausgabe), erscheint im Acabus-Verlag, März 2012. Wird ebenfalls als Hörbuch erscheinen.

Sean O’Connell
in England geboren und in London und Lindau (Bodensee)
aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren in Ravensburg/Weingarten.
Seine erste Kurzgeschichte schrieb er im Alter von neun Jahren, sechs
Jahre später folgten erste Publikationen in Science Fiction- und Fantasy-
Fanzines.
Gemeinsam mit Wolfgang Kehl (Arndt Ellmer,Perry Rhodan‘) entwickelte er als 16-Jährigeru. a. eine semiprofessionelle Science-Fantasy-
Serie (‚Starlords‘), die in den Neunziger Jahren eine Zweitauflage beim NIMBUS-Verlag erlebte.
Später kooperierte er noch einmal mit Ellmer für einen Heftroman der Zauberkreis-Reihe.
Er war Radiomoderator beim Lokalradio, Mitinhaber einer Videoproduktionsgesellschaft und als freier Mitarbeiter der Lokalzeitung tätig.
An der Universität Konstanz studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunst und Medienwissenschaft.
Ab 1998 arbeitete er als Redakteur bei einer österreichischen Landeszeitung (‚Vorarlberger Nachrichten‘) und wurde 2001 Leiter einer in Österreich und Süddeutschland tätigen Werbeagentur. 2002 wechselte er schließlich in die Computerbranche.
2005 begann er mit der Arbeit an seinem Roman ‚Tír na nÓg‘.
„Tír na nÓg – Der Auserwählte“ (Roman, Printausgabe), Acabus-Verlag, November 2011
„Tír na nÓg – Das Schicksal der Welt“ (Roman, Printausgabe), Acabus-Verlag, März 2012
„Túatha Dé Danann“ (Roman, Hörbuchfassung), Action-Verlag, vorauss.Sommer 2012
„Túatha Dé Danann - Sternenheim“ (Roman, Printausgabe), Acabus-Verlag, vorauss. Herbst 2012
„Túatha Dé Danann - Nekropolis“ (Roman, Printausgabe), Acabus-Verlag, vorauss. Herbst 2012
„Tír na nÓg – Der Auserwählte“ hier erhältlich
Weitere Publikationen:

„Geschichten für den Quabbakottr“ (Kurzgeschichte), PhantaNews, Online (http://phantanews.de/dp/node/718), 26.01.2010
„Die zehnte Inkarnation Vishnus“ (Kurzgeschichte in „Avatare, Roboter und andere Stellvertreter“), Wendepunkt Verlag, Oktober 2010
„Gefangen im Intermundium“ (Geschichtensammlung [mit Susanne O’Connell], eBook), Chichili/Satzweis, Herbst 2011, Platz 1 in den eBook-Charts bei Buch.de, Thalia.de
„Die Jagd nach dem Kometentier“ (Kurzgeschichte in „Die Steampunk-Chroniken“, eBook-Anthologie 2011)
"Die Waffe des Generals" (Kurzgeschichte in "Fundstücke des Grauens", Anthologie, Wortkuss-Verlag, Juni 2012)
