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VATIKAN AG

Vatikan AG

 

Seiten

360. Mit zahlreichen Abbildungen und Originaldokumenten

Format 15 x 21,5, gebunden mit Schutzumschlag
Preis EUR 22,50 (A/D), CHF 39,80
ISBN 978-3-902404-89-3

 

 

Ein Geiheimarchiv etnhüllt die Wahrheit über die Finanz-und Politskandale der Kirche.

Das Schweizer Bankgeheimnis ist jedem bekannt, aber es gibt noch ein Paradies für Anleger- den Vatikan und seine Bank.Doch nicht nur seriöse Anleger, laut den Tatsachen die Nuzzi in seinem Buch vorlegt auch weniger ehrenwerte Geschäftsleute fanden den Weg in den Kirchenstaat.

Rund viertausend geheime Dokumente des Heiligen Stuhls - Briefe, vertrauliche Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege, bildeten nach Abschluss seiner Recherchen die Grundlage für das Sachbuch "Vatikan AG". Es beinhaltet keine leichte Kost, stammen die Dokumente doch aus dem Nachlass von Monsignore Renato Dardozzis (1922-2003), einem der wichtigsten Angehörigen der Finanzelite des Vatikans.

 

Dardozzi war Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften und war beauftrag den Skandal rund um die Banco Ambrosiano zu untersuche. Nach seinem Tod 2003 wurde der Journalist Gianluigi Nuzzi vom Testamentvollstrecker kontaktiert und es wurdem ihm jene Dokumente übergeben die zum Enstehen dieses Buches führten.

Die Finanzgeschäfte des Heiligen Stuhls zählen wohl zu den bestgehütetsten Geheimnissen der Welt. Hinter der Leonischen Mauer gut beschützt liegt eine Bank deren Ziel es zwar ist Gewinn zu erwirtschaften, aber bis vor 3 Jahren neben kirchlichen Kunden auch Anleger aus der ganzen Welt anlockte.Doch die Verschwiegenheit der schützte in der Vergangenheit nicht nur den Kunden und den Gläubigen sondern bildete auch eine Schutzmauer für die Seilschaften der Kardinäle die im Vatikan wirklich die Macht in den Händen halten.

Über 20 Jahre hinweg trug der 1973 zum Priester geweihte Renato Dardozzi Dokumente zusammen, und sein letzter Wille war das diese veröffentlich werden. Der Autor betont ausdrücklich das sich das Buch nicht gegen den Vatikan und den Papst richtet, sondern gegen all jene die ihre Machtposition ausnützten.

Nach Erscheinen des Buches in Italien , von den grossen Medien totgeschwiegen, kam es zu einschneidenden Veränderungen, so wurde Angelo Caloia nach 20 Jahren an der Spitze der IOR vorzeitig "entlassen". Der Vatikan unterliegt nunmehr nach Unterzeichnung einer Währungsvereinbarung mit der EU, den geltenden Gesetzen zur Verhinderung von Geldwäsche.

Nach Erscheinen des Buches herrschte von Seite des Vatikan  Schweigen, man versucht das Buch totzuschweigen. Doch der Verweigerungsstatik zum Trotz wurde das Buch 2009 zum meistverkauften Sachbuch Italiens. Das Rai und Mediaset darüber kein Wort verloren, wer mag hier an Zufall glauben......

Es ist keine leichte Kost die  hier vorgesetzt wird,aber es lohnt sich trotzdem. Es werden Einblicke in  ein Banksystem gewährt,das im Verborgenen vor sich ging, ohne Kontrolle von außen.

Die Dokumente, Zahlen und Fakten erscheinen zwar beim ersten Durchblättern verwirrend, doch durch die umfassenden Erklärungen des Autors gewinnt man schnell einen Überblick.

IOR steht für Istituto per le Opere di Religione, ist die Bank des Vatikans, aber offiziell keine Staatsbank. Bereits Ende der 70er Jahre gab es einen Skandal rund um die IOR und die Banco Ambrosiano, ebenso verwickelt war die Mafia hierbei.Es wird vermutet das u.a. die Finanzierung der  Solidarno??-Bewegung in Polen stattgefunden hat. . Eng mit diesem Skandal verknüpft ist der Name des damaligen Leiters des IOR, Erzbischof Paul Casimir Marcinkus (auch ihm wurden Verbindungen zur Mafia nachgesagt).  Die Mitarbeiter der Bank können von keiner weltlichen Jusitz belangt werden, eine jeder Staat kann zwar einen Antrag stellen aber ob dieser genehmigt wird ???

Juristisch gesehen ist der Alleineigentümer der Bank der jeweilige Papst, Johannes Paul II.richtete einen Wächterrat ein, bestehend aus 5 Kardinälen,um dunklen Machenschaften, Geldwäscherei und auch Schmiergeldzahlungen einen Riegel vorzuschieben.

Kardinal Castillo Lara bezifferte 1994 die Einlagen des IOR mit 7 Billionen Lire, was damals rund 4 Milliarden US-Dollar entsprach. Die Nettoeinnahmen betrugen laut Lara im gleichen Jahr rund 70 Milliarden Lire, also rund 40 Millionen US-Dollar.

Das IOR funktionierte wie eine Bank innerhalb der Bank, eine gigantische Geldwaschan-lage mitten in Rom, die von der Mafia genutzt und skrupellos für politische Machenschaften eingesetzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes

 

Und wenns Sie einmal im Vatikan Geld am Bankomat abheben wollen: "Inserito scidulam quaeso" , er spricht auf Latein mit Ihnen.!

Video zu "Vatikan AG": auf youtube

 

 

"Vatikan AG" in der Sendung "bookmark": am 17.04.2010 um 19:50 Uhr auf 3sat.

Der Autor:

Gianluigi Nuzzi

 

1969 in Mailand geboren

arbeitet als investigativer Journalist bei der italienischen Zeitschrift „Panorama“, zuvor war er für die Tageszeitungen „Corriere della Sera“ und „Il Giornale“ tätig. Seit 1994 verfolgt er die Polit- und Finanzskandale Italiens.